Missbrauchsfall Münster: Eine Tatverdächtige arbeitete als Erzieherin

Missbrauch

Im Missbrauchsfall von Münster gibt es neue Erkenntnisse. Eine der elf Tatverdächtigen war als Erzieherin im Kindergarten tätig. Auch bezüglich beteiligter Personen gibt es einen neuen Stand.

Münster

07.06.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
In einer Gartenlaube in Münster brachte der vermutliche Haupttäter Teile seiner Server-Anlage unter. Die Ermittler fanden darin unter anderem noch Festplatten und Videokameras.

In einer Gartenlaube in Münster brachte der vermutliche Haupttäter Teile seiner Server-Anlage unter. Die Ermittler fanden darin unter anderem noch Festplatten und Videokameras. © picture alliance/dpa

Eine im Missbrauchsfall Münster als Tatverdächtige inhaftierte Frau hat bis zu ihrer Festnahme als Erzieherin in einem Kindergarten gearbeitet. „Die Leitung der Kita wurde von uns informiert“, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit gebe es aber keine Hinweise auf Taten der 45-Jährigen im Kindergarten. Ermittelt werde nur im familiären Umfeld der Frau. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) hatte zuvor über den Arbeitsplatz der Frau berichtet. Ihre Gartenlaube in Münster gilt derzeit als Haupttatort.

Die Polizei hat drei Kinder als Opfer identifiziert. Sie sind fünf, zehn und zwölf Jahre alt. Unterdessen gibt es einen Tag nach Bekanntwerden eines großen neuen Falls von schwerem sexuellem Missbrauch von Kindern in Münster es keine neuen Informationen bezüglich beteiligter Personen. „Wir haben keine weiteren Opfer und keine weiteren Täter“, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Die Polizei hat drei Kinder als Opfer identifiziert. Sie sind fünf, zehn und zwölf Jahre alt.

Elf Tatverdächtige wurden festgenommen, sieben Beschuldigte, darunter die 45-jährige Mutter, befinden sich in Untersuchungshaft. Der Hauptbeschuldigte ist ein 27-jähriger IT-Experte aus Münster. Bei den weiteren Beschuldigten handelt es sich um dessen Mutter aus Münster sowie um Männer aus Staufenberg, Hannover, Schorfheide, Kassel und Köln.

dpa

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