Missbrauch: Kein dringender Tatverdacht gegen Opfer-Mutter

Im Missbrauchsfall Münster um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern ist die Mutter eines zehnjährigen Opfers weiterhin Teil der Ermittlungen. Gegen sie bestehe aber kein dringender Tatverdacht und die Frau sitze demnach nicht in Untersuchungshaft, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

09.06.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Lebensgefährte der Münsteranerin gilt in dem Fall als Hauptbeschuldigter. Die Ermittler werfen dem 27-Jährigen 15 Taten über den Zeitraum November 2018 bis Mai 2020 vor. Dabei soll er die Vergewaltigungen gefilmt und fotografiert haben. Über das Darknet verbreitete er die Bilder. Die „Westfälischen Nachrichten“ berichteten am Dienstag, dass die Mutter des Zehnjährigen seit 2018 vom Missbrauch ihres Sohnes gewusst habe.

Bislang gab es in dem am Wochenende öffentlich gewordenen Fall Festnahmen von elf Tatverdächtigen aus mehreren Bundesländern, sieben sitzen in Untersuchungshaft. Die Opfer sind zwischen fünf und zwölf Jahren alt.

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