Ministerium: Rückkehr der Wölfe nach NRW recht langsam

Die Rückkehr der Wölfe nach Nordrhein-Westfalen vollzieht nach Einschätzung des NRW-Umweltministeriums vergleichsweise langsam. In diesem Jahr bis Ende Mai seien die Tiere 18 Male nachgewiesen worden, sagte Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf. Dabei wurden den Angaben zufolge mehrfach dasselbe Tier und insgesamt mindestens vier verschiedene Wölfe nachgewiesen. „Verglichen mit der langen Zeit von rund 10 Jahren, über die hinweg Wölfe schon nach Nordrhein-Westfalen einwandern, ist das verglichen mit anderen Bundesländern wenig“, erklärte das Ministerium.

09.06.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Wolf läuft auf einer Wiese. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Ein Wolf läuft auf einer Wiese. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Zu den Nachweisen gehört ein Videobeleg der zeigt, dass im Wolfsgebiet Schermbeck am unteren Niederrhein seit diesem Frühjahr zwei Wölfe gemeinsam jagen. Genproben ergaben, dass das zweite Tier der jüngere Bruder der ansässigen Wölfin ist. „Zurzeit ist noch nicht klar, ob das männliche Tier dauerhaft bleibt“, erklärte das Ministerium.

In den anderen ausgewiesenen Wolfsgebieten in NRW, in der Eifel und der Senne, gab es in diesem Jahr bislang keine Nachweise des streng geschützten Tieres. Keine weiteren Spuren gab es auch von zwei anderen männlichen Tieren, die sich im Februar im Oberbergischen Land und im Kreis Minden-Lübbecke aufhielten. Einer stammte aus einem Rudel aus den Alpen, der andere kam aus den Niederlanden.

Weitere Meldungen