Ministerium: Nur wenige Eltern nutzen Kita-Notbetreuung

Auch nach der Ausweitung der Notbetreuung in den Kindergärten wegen der Corona-Krise nutzen nur wenige Eltern in Nordrhein-Westfalen das Angebot. Nach Angaben des Familienministeriums von Mittwoch waren in den vergangenen Tagen im Schnitt zwischen 2,4 und 4,7 Prozent aller Kinder in den Kitas und der Kindertagespflege betreut worden. Vereinzelt habe es in einigen Kommunen Ausreißer gegeben. Doch auch hier lag die Quote unter 10 Prozent, wie eine Sprecherin sagte.

25.03.2020, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Kitas in NRW sind seit dem 16. März geschlossen. Eltern, die einen systemrelevanten Beruf ausüben, etwa als Arzt oder Pfleger, können ihre Kinder in Notgruppen betreuen lassen - sofern keine eigene Betreuung möglich ist. Zunächst galt die Regelung für beide Elternteile, wurde dann aber vom Ministerium gelockert. Demnach haben auch Familien Anspruch auf Notbetreuung, bei denen nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet.

Seit Anfang der Woche müssen alle 11 000 Kindergärten und die Jugendämter für die Tagespflege in NRW die Betreuungszahlen an das Ministerium melden.

„Die Krise erfordert entschlossenes, aber auch besonnenes Handeln. Erzieherinnen und Tagespflegepersonen gehen fantastisch mit der Situation um, ebenso fast alle Eltern, die die Kinder zu Hause betreuen“, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) der Deutschen Presse-Agentur.

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