Ministerium: 200 islamistische Gefährder: Szene angespannt

In Nordrhein-Westfalen sind zurzeit von den Sicherheitsbehörden 200 Menschen als islamistische Gefährder und 178 als „Relevante Personen“ eingestuft. Von den Gefährdern sei aktuell „eine hohe zweistellige Zahl „aktionsfähig““, so das Innenministerium in einem Bericht an den Landtag. Dabei handele es sich um diejenigen Gefährder, die sich gegenwärtig weder in Haft befinden noch im Ausland aufhalten und mutmaßlich nicht in Kriegsgebieten getötet wurden.

18.11.2020, 12:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aufgeheizt worden sei die Stimmung in der islamistischen Szene durch die Wiederveröffentlichung der sogenannten Mohammed-Karikaturen. In Frankreich war ein Lehrer getötet worden, nachdem er sie im Unterricht gezeigt hatte. Präsident Emmanuel Macron hatte die Karikaturen als Meinungsfreiheit verteidigt.

Der Verfassungsschutz NRW habe in den von ihm beobachteten islamistischen Kreisen „zahlreiche Reaktionen festgestellt“, berichtete das Innenministerium. Eine „Verherrlichung“ des Attentäters, der den Lehrer getötet hatte, habe es nur in Einzelfällen gegeben. Aber: „Insgesamt ist die Stimmung sehr stark emotionalisiert und angespannt.“

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