Mevlüde-Genç-Medaille: Initiative „180 Grad Wende“ geehrt

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat den Kölner Mimoun Berrissoun und sein Projekt „180 Grad Wende“ mit der Mevlüde-Genç-Medaille ausgezeichnet. „Mimoun Berrissoun leistet mit seinem Projekt „180 Grad Wende“ Großartiges: Er macht biografische Wendemanöver möglich“, sagte Laschet am Donnerstag bei der Verleihung in Düsseldorf.

28.05.2020, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mimoun Berrissoun (r.) bekommt von Armin Laschet (CDU) die Mevlüde-Genç-Medaille überreicht. Foto: Marcel Kusch/dpa

Mimoun Berrissoun (r.) bekommt von Armin Laschet (CDU) die Mevlüde-Genç-Medaille überreicht. Foto: Marcel Kusch/dpa

„180 Grad Wende“ will verhindern, dass junge Männer in Extremismus und Kriminalität abgleiten. Dafür suchen die freiwilligen Helfer das persönliche Gespräch etwa in Schulen, Vereinen und Moscheen und auf öffentlichen Plätzen. Zusammen mit der Stadt Köln und der Polizei bietet die Initiative Coachings zum Beispiel zu Konfliktverhalten, Umgang mit Drogen oder Berufsvorbereitung an.

Der Name der Medaille geht auf Mevlüde Genç zurück, die zwei Töchter, zwei Enkeltöchter und eine Nichte verlor, als Rechtsextreme 1993 Brandsätze in das Haus der Familie in Solingen warfen.

Laschet hatte die Medaille 2018 zum 25. Jahrestag des Brandanschlags gestiftet. Sie ist mit 10 000 Euro Preisgeld dotiert und soll besondere Verdienste um Toleranz, Versöhnung zwischen den Kulturen und um das friedliche Miteinander der Religionen würdigen.

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