Umsatz von Metro stabilisiert sich nach Corona-Einbußen

Metro litt unter den Corona-Beschränkungen besonders. Nun zeichnet sich eine leichte Erholung des Handelsgeschäfts ab.

03.08.2020, 21:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Handelskonzern Metro hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie im dritten Geschäftsquartal erhebliche Einbußen hinnehmen müssen. Jedoch schnitten die Düsseldorfer von April bis Juni auch dank Einsparungen nicht so schlecht ab wie befürchtet. Im laufenden vierten Quartal sieht Metro derzeit eine Erholung. Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr traut sich der Konzern daher eine neue Prognose zu.

So erwartet Metro nun einen Umsatzrückgang von 3,5 bis 5 Prozent. Der bereinigte Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) soll um 200 bis 250 Millionen Euro sinken. Im Vorjahr hatte der Großhändler einen vergleichbaren Gewinn von 1,39 Milliarden Euro erzielt. Dabei geht Metro von einer deutlich besseren Entwicklung in Russland und Osteuropa aus, während Westeuropa und Asien schwächer erwartet werden. Zudem erwartet der Konzern erhebliche positive Effekte durch Einsparungen.

Mit den Lockerungen der behördlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Pandemie habe sich die Umsatzentwicklung im Verlauf des dritten Geschäftsquartals stetig verbessert, hieß es von Metro am Montagabend. Der Trend habe sich auch im Schlussviertel bislang fortgesetzt. Der Umsatz im Juli sei wieder auf dem Vorjahresniveau gewesen. So hat sich vor allem das Geschäft mit der Gastronomie wieder verbessert. Metro erwartet nun, dass das vierte Quartal des Geschäftsjahres annähernd auf dem Niveau des Vorjahres ausfallen wird.

„Die Umsätze der Metro haben sich in den vergangenen Wochen sehr positiv entwickelt“, erklärte Vorstandschef Olaf Koch. Die Entwicklung werde getrieben von den Freiberuflern und den unabhängigen Händlern, aber auch die Umsätze mit den Gastronomen näherten sich dem Vorjahresniveau an, so der Manager.

Der Umsatz gab im dritten Quartal flächenbereinigt um 17,5 Prozent auf rund 5,57 Milliarden Euro nach, wie der Konzern am Montagabend mitteilte. Besonders hoch war der Einbruch demnach mit knapp einem Drittel in Westeuropa, wo eine deutliche Mehrheit des Umsatzes auf die Gastronomie entfällt.

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