Mehr Schüler im islamischen Religionsunterricht

In Nordrhein-Westfalen besuchen im aktuellen Schuljahr rund 21 600 Schülerinnen und Schüler den islamischen Religionsunterricht. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein Anstieg um etwa 1300 Schüler, hieß es auf Anfrage aus dem Schulministerium in Düsseldorf. Der bekenntnisorientierte Unterricht war in NRW 2012 als reguläres Schulfach eingeführt worden. Das Angebot wird laut Ministerium „sehr gut angenommen und daher noch weiter ausgebaut“. Das Fach werde an rund 260 Schulen unterrichtet.

10.06.2020, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit einiger Zeit wird an einer Neuorganisation des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) gearbeitet. Ein Übergangsmodell, bei dem vier konservative Islamverbände über einen Beirat an der Gestaltung beteiligt waren, ist im Sommer 2019 ausgelaufen. In einer angestrebten neuen Kommission soll der Kreis der mitwirkenden Islamverbände erweitert werden. Eine Entscheidung über die künftigen Mitglieder ist bisher aber nicht gefallen. Vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster ist ein Verfahren vom Islamrat und dem Zentralrat der Muslime anhängig, die eine Anerkennung als Religionsgemeinschaft und damit auch mehr Einfluss auf die IRU-Gestaltung erreichen möchten.

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