Mehr als 160 Bäume innerhalb von zehn Jahren gepflanzt

dzHolzwickeder Bürgerwald

Zwei Flächen für einen Bürgerwald gibt es in Holzwickede. In Hengsen wird im Herbst eine dritte hinzu kommen. Dass am Oelpfad nicht weitergepflanzt wird, ist auch eine Reaktion auf ein geplantes Bauprojekt.

02.03.2020, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die ältesten Bäume des Holzwickeder Bürgerwaldes sind mittlerweile gut zehn Jahre alt. 2009 fand das erste Pflanzfest auf einer rund 5000 Quadratmeter großen Fläche an der Kleingartenanlage am Oelpfad statt. Bereits drei Jahre später standen hier 54 junge Bäume und der Platz war erschöpft.

Danach zog man einige hundert Meter weiter gen Wertstoffhof. Hier wurde in den vergangenen Jahren etwas mehr als die Hälfte einer 13.000 Quadratmeter großen Ackerfläche für den Bürgerwald genutzt. 108 heimische Laubbäume finden sich mittlerweile auf dieser Fläche.

Die andere Hälfte ist an einen Landwirt verpachtet und wird weiterhin bewirtschaftet. Das soll vorerst auch so bleiben – zumindest bis das Straßenausbauprojekt L677n tatsächlich startet.

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Bekanntermaßen soll bald auf Höhe Oelpfad ein neuer Anschluss für die künftige A40 entstehen, zu der die B1 in den kommenden Jahren bis Kreuz Dortmund/Unna ausgebaut wird. Vom Oelpfad aus soll dann wiederum die neue Landesstraße parallel bis zur Kreuzung Landweg als Umgehung fungieren. Problem: Noch stehen am Verwaltungsgericht Gelsenkirchen mehrere Entscheidungen zu Anwohnerklagen gegen den Ausbau aus.

Momentan ist also offen, ob und wann wie geplant gebaut wird. Dennoch spielt der Bürgerwald eine Rolle: Bereits im Vorjahr wurden zehn Bäume umgepflanzt, weitere Pflanzfeste sind nicht vorgesehen: Kommt der Ausbau der L677n wie geplant, dann braucht es Platz für einen geplanten Kreisverkehr nahe der Bahnunterführung. Neben dem Kreisel ist eine zusätzliche Ausgleichsfläche vorgesehen. Die soll nach Ende des Straßenbauprojektes separat bepflanzt werden.