Mehr als 150 Soldaten in NRW-Städten im Corona-Einsatz

In zwölf Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen helfen inzwischen mehr als 150 Bundeswehrsoldaten bei der Bewältigung der Corona-Krise - Tendenz steigend. Sie unterstützen fast ausnahmslos die Gesundheitsbehörden bei der Kontaktnachverfolgung von Neuinfizierten, wie ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr sagte. Es würden angesichts der steigenden Infektionszahlen ständig weitere Hilfsgesuche aus Kommunen und Kreisen bearbeitet und erwartet, hieß es weiter. Allein 40 Soldaten sind in Dortmund im Telefoneinsatz, um alle Personen zu kontaktieren, die mit einem Corona-Infizierten zu tun hatten.

20.10.2020, 05:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Soldaten der Bundeswehr helfen bei der Nachverfolgung von Infektionsketten des Coronavirus. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Soldaten der Bundeswehr helfen bei der Nachverfolgung von Infektionsketten des Coronavirus. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Weitere laufende Einsätze dieser Art gibt es in Köln, im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis, in Bielefeld, Gelsenkirchen, Duisburg, Hagen, Remscheid und Wuppertal. Neu hinzugekommen sind Einsätze in Unna und Herne. Darüber hinaus unterstütze die Bundeswehr in weiteren Städten mit Lagerkapazitäten.

Deutschlandweit hält die Bundeswehr den Angaben zufolge 15 000 Soldaten als „helfende Hände“ für den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus bereit. Wenn Kommunen bestimmte Aufgaben in der Pandemie nicht mehr mit eigenem Personal stemmen können, haben sie die Möglichkeit, die Unterstützung der Bundeswehr zu beantragen. In NRW ist die Bundeswehr seit Beginn der Corona-Krise rund 120 solcher Amtshilfegesuche nachgekommen.

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