Medizinisches Fachpersonal aus Lünen für neue Impfzentren dringend gesucht

Corona-Krise

Sobald die Impfstoffe gegen das Corona-Virus zugelassen sind, sollen in Impfzentren die Impfungen beginnen. Dafür wird medizinisches Fachpersonal auch aus Lünen dringend benötigt.

Lünen

01.12.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für die Impfzentren werden dringend Ärzte und medizinisches Fachpersonal benötigt.

Für die Impfzentren werden dringend Ärzte und medizinisches Fachpersonal benötigt. © dpa

In Europa wird in Kürze die Zulassung mehrerer Impfstoffe gegen das Corona-Virus erwartet. Möglichst umgehend soll dann auch die Impfung in Deutschland beginnen. Dabei stehen in einem ersten Schritt zentrale Corona-Impfzentren im Fokus, da der Impfstoff zunächst nur begrenzt verfügbar sein wird.

In NRW werden die Corona-Impfzentren von den Landkreisen und kreisfreien Städten eingerichtet. Für Westfalen-Lippe plant die NRW-Landesregierung 27 solcher Zentren, darunter auch eins im Kreis Unna. Die

Logistik der Impfstoffe und die Priorisierung der vorrangig zu impfenden Gruppen werden ebenfalls von der Landesregierung geregelt.

„Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe wird in den Impfzentren den medizinischen Teil der Impfung vorbereiten und begleiten. Dazu gehört neben der Impfung selbst auch die Impfaufklärung“, erklärt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL). Die Zentren werden voraussichtlich von montags bis sonntags von 8 bis 20

Uhr geöffnet sein, der Arbeitseinsatz wird in zwei Schichten eingeteilt. Zudem werden mobile Impfteams etwa Pflegeheime anfahren.

„Obwohl wir noch nicht wissen, wann der erste Impfstoff eine Zulassung bekommt und ausgeliefert wird und wie viele Ärzte wir brauchen werden, arbeiten wir mit dem Landesgesundheitsministerium und den Kommunen mit Hochdruck an den nötigen Konzepten, um startklar zu sein, wenn die Impfzulassung vorliegt“, sagt Dr. Volker Schrage, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVWL.

Kontakt mit KVWL aufnehmen

Bereits jetzt haben sich viele Ärzte sowie medizinisches Fachpersonal bei der

KVWL gemeldet. „Wir brauchen aber noch mehr - jede helfende Hand, jede Ärztin, jeden Arzt, jede Medizinische Fachangestellte und jede Person, die im medizinischen Bereich tätig ist.

Bitte nehmen Sie Kontakt mit der KVWL auf, wenn Sie uns bei der Tätigkeit in den Impfzentren unterstützen möchten“, appelliert der KVWL-Vorstand Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.

Wer zur Mitarbeit bereit ist, kann sich bei der KVWL für die Mitarbeit im Impfzentrum anmelden unter www.karriere-kvwl.de/jobs

Dabei sollte man auch seine Einsatzmöglichkeiten angeben, damit diese in den Dienstplänen berücksichtigt werden. Auch wenn man sich schon auf anderen Wegen bei der KVWL gemeldet hat, benötigt die KVWL diese elektronische Anmeldung. Es erleichtere beiden Seiten die Planung und Vergütung des Einsatzes.

„Sobald der Impfstoff großflächiger vorhanden ist, wird die Impfung gegen das Coronavirus auch in den Praxen der niedergelassenen Ärzte verfügbar sein. Wir sind zuversichtlich, dass dies im Laufe des ersten Halbjahres möglich sein wird,“ so Allgemeinmediziner Dr. Schrage.

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