Matthias Buckesfeld (54) ist tot – Beigeordneter in Lünen, Politiker in Schwerte

dzPlötzlicher Tod

Er war einer der wichtigsten Männer im Rathaus in Lünen, musste nach einem Streit mit dem Bürgermeister gehen, war zuletzt Politiker in Schwerte. Jetzt starb Matthias Buckesfeld plötzlich.

Schwerte, Lünen

, 16.01.2020, 13:37 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist ein Schock, nicht nur für die CDU in Schwerte: Matthias Buckesfeld sei am Dienstag im Alter von nur 54 Jahren plötzlich und unerwartet gestorben, teilte die CDU am Donnerstag mit. „Unsere Gedanken liegen bei der Familie und den Angehörigen“, hieß es.

Der studierte Raumplaner, der aus dem Bereich Wuppertal/Schwelm stammte, war einer, von dem sich die Christdemokraten für die Lokalpolitik viel versprochen hatte. Buckesfeld war Sachkundiger Bürger und saß zuletzt auch im Vorstand der Christdemokraten.

Das wiederum lag auch an Buckesfelds Zeit in Lünen. Dort war er ab 2010 Technischer Beigeordneter, also im Führungszirkel auf der Ebene direkt unterhalb des Bürgermeisters.

Erst „Knöllchen-Affäre“, dann im Streit ausgeschieden

Doch gerade dort kam es zum Streit. Im Zuge der „Knöllchen-Affäre“ landete Buckesfeld sogar vor Gericht. Lünens Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns hatte – vor seiner Wahl – ein Knöllchen für Falschparken erhalten, sich nach der Wahl aber geweigert zu bezahlen.

Nachdem die Unterlagen an die Öffentlichkeit gelangt waren, löste der Fall ein größeres Medienecho aus. Eine wichtige Frage dabei: Wer veröffentlichte die Unterlagen? Kleine-Frauns verdächtigte Buckesfeld. Der jedoch erhielt vor Gericht einen Freispruch, da ihm diese Tat nicht zweifelsfrei nachzuweisen war.

Parallel dazu war Buckesfeld lange krank und nicht mehr im Rathaus. Er schied im Jahr 2017 aus, zog nach Schwerte und machte sich hier auch als Projektentwickler und Berater selbstständig.

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Leiter der Bürgerinitiative gegen den Bebauungsplan Rathaus II

Schwerter kannten Buckesfeld auch durch seine Initiative gegen die geplante Bebauung auf dem Gelände des Rathauses II. Als direkter Nachbar hatte er sich schon gegen den seiner Ansicht nach unrechtmäßig Zustande gekommenen Bau von Tankstelle und Waschstraße gewandt.

Er sammelte gemeinsam mit Nachbarn Unterschriften gegen einen Bebauungsplan, der unter anderem eine Burger-King-Filiale auf dem Gelände ermöglichen sollte.

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