Maskenpflicht, Schnupfen & Co: Diese Regeln gelten nach den Sommerferien in Schulen in NRW

Coronavirus

Das Abitur 2021 verschiebt sich nach hinten, Schüler in NRW müssen nach den Sommerferien Masken auch im Unterricht tragen. Allerdings gibt es Ausnahmen. Diese Regeln gelten zum Schulstart.

NRW

03.08.2020, 14:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Am 12. August beginnt in NRW wieder die Schule. Alle Kinder sollen wieder nach der normalen Stundentafel unterrichtet werden. Dafür gibt es neue Regeln.

Am 12. August beginnt in NRW wieder die Schule. Alle Kinder sollen wieder nach der normalen Stundentafel unterrichtet werden. Dafür gibt es neue Regeln. © picture alliance/dpa

Nordrhein-Westfalen führt eine weitgehende Maskenpflicht an Schulen ein: An allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen soll sie ab Ferienende bis zunächst zum 31. August sowohl im Schulgebäude als auch im Unterricht gelten.

Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag in Düsseldorf an. Soweit Lehrkräfte den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sicherstellen können, gilt die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung auch für sie. Die Regelung läuft zunächst bis zum 31. August. Dann soll neu entschieden werden, ob sie verlängert wird.

Für Grundschulen gelten Ausnahmen

An Grundschulen müssen die Jahrgänge 1 bis 4 im Schulgebäude und auf dem Gelände einen Mund-Nasen-Schutz tragen - nicht aber, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen. Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, werde angesichts steigender Infektionszahlen ausgeweitet, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Ausnahmen für die Maskenpflicht im Unterricht sind vorgesehen, wenn das Tragen „mit den pädagogischen Erfordernissen und Zielsetzungen der Unterrichtserteilung und der sonstigen schulischen Arbeit nicht vereinbar ist.“ Dann könne eine Schule „zumindest zeitweise oder für bestimmte Unterrichtseinheiten beziehungsweise in Prüfungssituation“ von der Pflicht absehen. Dann müsse aber der Abstand zwischen den Schülern gewahrt werden.

Diese Regelungen gelten noch für den Schulbetrieb in NRW

  • Schüler mit Schnupfen sollen künftig 24 Stunden zuhause bleiben. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, die auf eine Corona-Infektion hindeuten, können sie wieder am Unterricht teilnehmen.
  • Bei Einschulungsferien sind alle Corona-Schutzvorschriften zu beachten. Entscheidend für die Ausgestaltung seien - wie auch bei Zeugnisübergaben - die Rahmenbedingungen vor Ort, so Gebauer. Deshalb seien unterschiedliche Umsetzungen auch innerhalb einer Kommune möglich.
  • Ab dem 10. August können sich zum Start des neuen Schuljahrs Lehrer an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen freiwillig alle 14 Tage auf das Corona-Virus testen lassen. Das Land übernimmt dafür die Kosten. Das Angebot gelte bis zum 9. Oktober. Bei einem positiven Befund würde das zuständige Gesundheitsamt die betroffene Schule informieren.
  • Das Abitur 2021 wird neun Tage später stattfinden. Damit seien die Termine nach hinten verschoben, jedoch liege man immer noch im Rahmen des Zentralabiturs, so Gebauer.

Die Schulen starten in NRW nach gut sechs Wochen Sommerferien nächste Woche Mittwoch wieder. Bislang gab es keine Maskenpflicht an den Schulen in NRW, sondern lediglich ein „Maskengebot“ - etwa in den Fluren und auf dem Schulhof.

Kurz vor dem Ferienende in sechs Bundesländern hatte sich Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Wochenende für eine Maskenpflicht in Schulgebäuden ausgesprochen. Mehrere Bundesländer wie Berlin, Bayern und Baden-Württemberg hatten das bereits angekündigt - allerdings bislang nur für Schulgebäude, nicht für den Unterricht. In Hessen und Sachsen liegt das im Ermessen der Schulen.

Ministerin Gebauer sprach am Montag selbst von einem sehr strengen Konzept. Das liege unter anderem daran, dass NRW als Flächenland besonders achtsam sein müsse. Den Schulen würden 1 Million Masken zur Verfügung gestellt.

dpa/kar