Maskenpflicht in Bus und Bahn: Kontroll-Aktion an einem Tag in ganz NRW – hohe Bußgelder

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Seit Mitte August droht ein saftiges Bußgeld beim Verstoß gegen die Maskenpflicht in Bus und Bahn. Nun gibt es an einem Tag eine landesweite Kontroll-Offensive.

NRW

20.08.2020, 11:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Maskenpflicht in der Bahn wird in den kommenden Tagen häufiger kontrolliert werden.

Die Maskenpflicht in der Bahn wird in den kommenden Tagen häufiger kontrolliert werden. © picture alliance/dpa

Ordnungsämter, Bundespolizei, die Bahn und die Verkehrsunternehmen wollen am Montag eine Großaktion zur Kontrolle der Maskenpflicht starten. Sie betrifft den regionalen Bahnverkehr und S-Bahnen, wie das Verkehrsministerium bestätigte, dass die Aktion initiiert hat. Zuvor hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

Zu den regionale Verkehrsbetrieben, die verstärkt kontrollieren, gehören die Düsseldorfer Rheinbahn, die Ruhrbahn in Essen und Mülheim und die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd. Zu den regionale Verkehrsbetriebe haben unterdessen ebenfalls angekündigt, die Maskenpflicht intensiver zu kontrollieren. Dazu gehören die Düsseldorfer Rheinbahn, die Ruhrbahn in Essen und Mülheim und die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd.

Saftiges Bußgeld

Laut Ministerium soll in Regionalzügen und S-Bahnen unter anderem vom Bahnpersonal nach Maskenverweigerern gesucht werden, die dann an mehreren großen Bahnhöfen Bundespolizei oder Ordnungsamt übergeben werden sollen.

So kann dann das Bußgeld von 150 Euro, das seit dem 12. August gilt, auch erhoben werden. In Bussen und Straßenbahnen haben einzelne Städte ähnliche Aktionen bereits auf lokaler Ebene gestartet. Die Düsseldorfer Rheinbahn hatte zuvor bereits Schwerpunktaktionen mit Polizei und Ordnungsamt angekündigt. Ab diesem Donnerstag sollen die von Rheinbahn-Mitarbeitern festgestellten Verstöße „mittels Drittanzeige“ an das Ordnungsamt weitergeleitet werden: „Der Bußgeldbescheid wird dann von der Behörde versendet“, so das Unternehmen.

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hat die angekündigte Großkontrolle gegen Maskenverweigerer in Regional- und S-Bahnen begrüßt und gleichzeitig „Augenmaß“ gefordert. Man solle sich vor allem auf große Gruppen beim Ein- und Aussteigen oder an Engstellen an Bahnhöfen fokussieren, so ein Sprecher des Verbands am Donnerstag: „Es sollte nicht darum gehen, eine ältere Dame zu kontrollieren, die alleine an der Haltestelle sitzt.“

Die Großkontrolle in Zusammenarbeit mit Bundespolizei und Ordnungsämtern sei zur Abschreckung sinnvoll und rechtlich notwendig, so der Sprecher: Denn Bußgelder dürften nur von Bundespolizei beziehungsweise Ordnungsämtern verhängt werden. Aus diesem Grund sollen die Masken-Verweigerer laut Verkehrsministerium kommenden Montag vom Bahnpersonal ausfindig gemacht und den Behörden an großen Bahnhöfen übergeben werden.

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Fahrgastverband begrüßt das hohe Bußgeld

Dass seit dem 12. August ein Bußgeld von 150 Euro fällig wird, ist laut „Pro Bahn“ in Ordnung: Hätte man eine niedrige Summe genommen, würden viele es nicht ernst nehmen, betonte der Sprecher. Nach Beobachtung des Verbands gebe es mehr Verstöße an Haltestellen oder beim Betreten und Verlassen der Bahnhöfe als in den Bahnen selbst.

dpa

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