Maskenpflicht an Schulen in Schwerte: „Das gibt uns Klarheit und Sicherheit“

dzCorona-Maßnahme

Zurück zur Maskenpflicht an Gesamtschulen und Gymnasien, keine neuen Regeln für die Grundschulen – diese Corona-Regeln gelten nach den Herbstferien. Die Schulleiter aus Schwerte freut das.

Schwerte

, 21.10.2020, 17:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Mittwochnachmittag ging die E-Mail raus an alle Schulen in NRW: „Ergänzende Informationen zum Schulbetrieb in Corona-Zeiten nach den Herbstferien“, so der offizielle Titel.

Was das bedeutet, schilderten die Ministerinnen Yvonne Gebauer (Schule, FDP) und Ira Scharrenbach (Heimat/Kommunales/Bauen, CDU) zeitgleich auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf: Ab Klasse 5 aufwärts muss die Maske getragen werden, auch im Unterricht. In den Grundschulen ist das nicht notwendig. Überall aber soll viel und ordentlich gelüftet werden.

An Schulen in Schwerte wurden ohnehin Masken getragen

Die Reaktion aus Schwerte hätte lauten können: Warum nicht gleich so? Immerhin hatten sich die Leiter der weiterführenden Schulen schon nach dem Verbot der Maskenpflicht Anfang September zusammengesetzt und beschlossen: Nein, es ist besser, wenn man sich in Schwerte einigt auf ein freiwilliges Maskentragen.

Diese Selbstverpflichtung, hinter denen nicht nur Lehrer standen, sondern auch die Vertreter von Schülern und Eltern, gilt seitdem also an der Gesamtschule am Gänsewinkel ebenso wie an der Theodor-Fleitmann-Gesamtschule, im letzten Realschul-Jahrgang, am Ruhrtal- wie am Friedrich-Bährens-Gymnasium.

In der Innenstadt Maske, im Klassenzimmer nicht?

Dessen Leiter Heiko Klanke, der schon nach der Vereinbarung stellvertretend für alle weiterführenden Schulen gesprochen hatte, erklärte am späten Mittwochnachmittag aber nur: „Ich halte die Rückkehr zur Maskenpflicht für konsequent und vernünftig.“ Bei den stark steigenden Infiziertenzahlen wäre alles andere auch schwierig zu vermitteln gewesen.

Erst recht in Schwerte, wo an vielen Orten der Innenstadt nun eine Rund-um-die-Uhr-Maskenpflicht gilt. Und dann eben in einem Raum mit 30 Schülen und einem Lehrer nicht?

Nein, diese Entscheidung „gibt uns Sicherheit, Verlässlichkeit und Klarheit“, unterstrich Klanke. Er denke da besonders an Lehrer oder Schüler, die zu einer Risikogruppe zählten sowie an die Schüler, deren Eltern gefährdeter seien als andere.

Digitale Lösungen liegen trotzdem in der Schublade

Nicht zuletzt habe das Maskentragen an seiner Schule ja dazu beigetragen, dass kurz nach den Sommerferien beim Fall einer Corona-positiven Lehrerin „weniger Schüler in Quarantäne mussten“. Sprich: Der Alltag an der Schule habe fast unverändert weiterlaufen können.

Dennoch habe man Konzepte in der Schublade. Ein Beispiel dafür: Falls ein einzelner Schüler zuhause bleiben müsse, könne man ihm per iPad und WLAN direkt digital den Unterricht übertragen.

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