Maskenpflicht: 1707 Verstöße bei Großkontrolle festgestellt

Bei der landesweiten Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr sind am Montag in NRW insgesamt 1707 Verstöße festgestellt worden. Dies teilte das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium am Dienstag mit. Die Verstöße wurden von den Eisenbahnunternehmen, der Bundespolizei und den Ordnungsämtern registriert. Die zuständigen Ordnungsämter würden nun entsprechende Bußgeldverfahren einleiten, hieß es weiter.

25.08.2020, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Bahnhöfen und an allen Haltestellen herrscht seit Ende April in NRW die Pflicht, Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen. Seit dem 12. August drohen Masken-Verweigerern in NRW ohne Vorwarnung 150 Euro Bußgeld.

Kontrolliert wurde an den neun Bahnhöfen Aachen, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Köln, Münster und Siegen im Zeitraum 12 bis 20 Uhr. Mehrere hundert Beschäftigte der Verkehrsunternehmen und der Behörden waren im Einsatz. Hinzu kam ein Großaufgebot der Bundespolizei.

Bis zum Nachmittag war zunächst nur von 176 Verstößen die Rede. Dass es zwischen 16 und 20 Uhr noch zu dem hohen Anstieg kam, lag laut Verkehrsministerium an fehlenden Zwischenergebnissen und dem höheren Verkehrsaufkommen im Feierabendverkehr. „Außerdem sind in den Abendstunden offenbar mehr Masken-Muffel unterwegs“, so das Ministerium.

„Die Zahl zeigt uns, dass es nötig ist, mit solchen Kontrollen auf die Maskenpflicht hinzuweisen“, erklärte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) laut Mitteilung. Auch in Zukunft werde es immer wieder Kontrollen in Bussen und Bahnen geben.

Der Fahrgastverband „Pro Bahn“ hatte die angekündigte Großkontrolle begrüßt und gleichzeitig „Augenmaß“ gefordert. Die SPD hatte die Großkontrolle als „Show-Veranstaltung“ kritisiert.

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