Markus Niebuhr (33) will sich Kinder-Kunstwerk an besonderer Stelle tätowieren lassen

dzStadtmuseum Werne

Wiehagenschüler gestalten momentan Kunstwerke für den neuen Museumsführer Werne. Eines der Kunstwerke könnte an ungewöhnlicher Stelle zu sehen sein: in der Kniekehle von Markus Niebuhr.

Werne

, 05.03.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Stadtmuseum beschäftigt sich momentan mit der Erstellung eines neuen Museumsführers. Die Broschüre, die im Sommer erscheinen soll, entsteht maßgeblich unter der Mithilfe von Schülern der Wiehagenschule. Sie entwerfen in einem besonderen Projekt Kunstwerke für die Broschüre. Eines ihrer Kunstwerke könnte demnächst an ungewöhnlicher Stelle zu sehen sein: als Tattoo in der Kniekehle von Markus Niebuhr. Wie das?

Das war so: Markus Niebuhr (33) ist nicht nur als Stadtmitarbeiter fürs Jugend- und Sozialamt tätig, sondern auch im Kunstverein Werne aktiv. Der Kunstverein unterstützt das Projekt, in welchem die Kinder der OGS der Wiehagenschule über Wochen hinweg das Museum erkunden und ihre Eindrücke künstlerisch in Gemälde, Skultpuren, etc. umsetzen.

Eines der Kinder-Kunstwerke, die der Nachwuchs für den neuen Museumsführer erstellt, soll auf Niebuhrs Haut landen.

Eines der Kinder-Kunstwerke, die der Nachwuchs für den neuen Museumsführer erstellt, soll auf Niebuhrs Haut landen. © Jörg Heckenkamp

Bei der öffentlichen Vorstellung des Projektes trafen Niebuhr und die Kinder, acht Jungen und ein Mädchen von der Wiehagen-Grundschule, aufeinander. „Die Kinder zeigten großes Interesse an meinen Tattoos“, sagt Niebuhr mit einem Schmunzeln. Groß suchen mussten die Jungen und Mädchen nicht, denn der 33-jährige Beamte hat Hände und Hals bunt verziert.

„So sind wir dann ins Gespräch gekommen.“ Die Kinder hätten gefragt, wie lange so ein Tattoo hält („Ewig.“), ob es wehtut („Je nach Körperstelle ja.“) und vieles mehr. Im Laufe des Gesprächs sei ihm spontan die Idee gekommen, dass er sich eines der Kunstwerke der Kinder tätowieren lassen könnte. „Ich denke mal, so im halben Postkarten-Format“, sagt Niebuhr.

Drei Stellen am Körper kommen fürs Kinder-Kunstwerk infrage

Drei Stellen kämen an seinem Körper infrage: „Achselhöhle, Kniekehle oder seitlicher Rippenbogen.“ Welches der Kinder-Werke ihm demnächst unter die Haut gehen könne, müsse man noch sehen. Das sei alles offen. Überhaupt weist Niebuhr darauf hin, dass es sich um „eine reine Privataktion“ handelt, „die mit dem Museums-Projekt nichts zu tun hat“.

Bislang sei das eine Idee, die nur in Absprache mit dem Museum und vor allem allen Beteiligten stattfinden kann. Aber: „Dass ich mich tätowieren lasse, ist definitiv, ob das im Museum, mit Beteiligung der Öffentlichkeit ist, usw. bespreche ich natürlich noch mit den Verantwortlichen.“ Museumsleiterin Dr. Constanze Döhrer bestätigt: „Das ist eine rein private Aktion von Herrn Niebuhr, die nicht Bestandteil des Kinder-Museums-Projektes ist.“

Markus Niebuhr: „Ich liebe spontane, bescheuerte Ideen.“

Warum er das mache? „Ich liebe spontane, bescheuerte Ideen“, sagt Niebuhr mit einem Lachen im untätowierten Gesicht. Das stamme wahrscheinlich aus seiner Studien-Zeit in den Niederlanden. Die Holländer würden gerne dem Motto frönen: „Einfach mal machen.“

Bei einem Tattoo, das bis zum Lebensende hält, eine gewagte These.

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