Marihuana für 1,5 Millionen Euro per Post: Jugendhaft

Wegen Handels und des Einführens von Drogen hat das Landgericht am Montag einen 21-jährigen Düsseldorfer zu 20-monatiger Jugendhaft verurteilt. Der junge Mann hatte zugegeben, dass er im Januar 2019 im spanischen Barcelona knapp 19,3 Kilogramm Marihuana bestellt hatte und die Drogen in zwei Paketsendungen an seine Wohnanschrift in Düsseldorf adressieren ließ. Das hochwirksame Marihuana hatte laut Anklage einen Straßenverkaufswert von 1,5 Millionen Euro.

23.03.2020, 18:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild/Symbolbild

Landgericht und Amtsgericht Düsseldorf. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild/Symbolbild

Angekommen war das Marihuana an der Adresse des jungen Mannes übrigens nicht: Der Zoll am Düsseldorfer Flughafen hatte die Drogen abgefangen. Das Landgericht glaubte dem 21-jährigen, dass er sich habe breit schlagen lassen, die Drogen für einen Dealer zu bestellen und bei sich aufzubewahren. Das habe sein Mandant gemacht, „um seinen eigenen Drogenkonsum finanzieren zu können“, so der Verteidiger.

Dafür seien dem Düsseldorfer knapp 3000 Euro versprochen worden. Die Haftstrafe könne zur Bewährung ausgesetzt werden, falls der Angeklagte eine erfolgreiche Drogentherapie macht, sagte die Vorsitzende Richterin: „Es liegt also an Ihnen.“

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