Mann verletzt Kind mit Flaschenwurf: Bewährungsstrafe

Ein Mann, der ein Kleinkind mit einem Flaschenwurf aus einem Zug schwer verletzt hatte, ist in Kamen zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte hatte gestanden, unter Alkoholeinfluss eine Flasche aus einem Partyzug geworfen zu haben. Er sei am Dienstag wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt worden, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Kamen. Als Bewährungsauflage muss der Mann 3000 Euro an die westfälischen Kinderdörfer zahlen. Die „Westfälischen Nachrichten“ hatten zuvor über den letzten Prozesstag berichtet.

24.11.2020, 15:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf einem Tisch in einem Gerichtssaal liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter eine Richterrobe. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Auf einem Tisch in einem Gerichtssaal liegt ein Richterhammer aus Holz, darunter eine Richterrobe. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

Das Urteil ist rechtskräftig, Staatsanwaltschaft wie auch der Angeklagte verzichteten laut Gerichtssprecher auf Rechtsmittel. Der zur Tatzeit 31-Jährige aus Moers hatte die Alkoholflasche vor einem Jahr auf Höhe eines Bahnhofs aus dem Fenster geworfen, sie prallte auf ein Hindernis und traf das zweijährige Mädchen danach am Kopf. Der Vater war gerade mit dem Kleinkind auf dem Arm die Bahnhofstreppe hinaufgekommen. Das Kind schwebte in Lebensgefahr und musste operiert werden.

Heute gehe es der Dreijährigen gut, schilderte der Gerichtssprecher. Ob es aber später Folgeschäden geben könnte, sei ungewiss. Der Vater war Nebenkläger in dem Verfahren. Es hatte sich wegen der Pandemie länger als geplant hingezogen.

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