Mafia-Prozess nach Untersuchungen fortgesetzt

Der Mafia-Prozess in Düsseldorf ist nach Corona-Schnelltests und einer ärztlichen Untersuchung der drei Staatsanwälte am Montag fortgesetzt worden. Die Tests seien negativ gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Einer der drei Staatsanwälte war am Montag während der Verhandlung abberufen worden, weil er mit einem Polizisten in einem Auto saß, der später positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wie die anderen Staatsanwälte berichteten.

26.10.2020, 02:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mehrere Verteidiger protestierten daraufhin gegen die Fortsetzung des Prozesses: „Da kann man hier nicht einfach so weitermachen.“ Der Prozess dürfe kein Superspreader-Event werden. Das Gericht hatte sich daraufhin zur Beratung zurückgezogen und die Untersuchung der Staatsanwälte veranlasst.

Der Prozess mit 14 Angeklagten und 40 Verteidigern war gerade erst nach einer Zwangspause wieder aufgenommen worden, weil einer der Angeklagten eine Quarantäne abwarten musste. In dem Verfahren geht es unter anderem um Kokainhandel in großem Stil. Zur Verlesung der Anklage kam es bislang nicht. Der Prozess des Duisburger Landgerichts findet aus Sicherheitsgründen im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts in Düsseldorf statt.

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