Lünen im Wandel: Die Baustellen und Sanierungen in der Stadt

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In Lünen tut sich was: Allein die städtische Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGL) betreut derzeit Bauprojekte mit einem Volumen von mehr als 77 Millionen Euro. Wir geben einen Überblick.

Lünen

, 16.06.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Regelmäßig informiert die Zentrale Gebäudebewirtschaftung Lünen (ZGL) in ihrem Betriebsausschuss über den „Stand größerer Baumaßnahmen“. Aktuell umfasst die Liste 16 Projekte unterschiedlicher Größe und Dauer. In Summe kommt die ZGL dabei auf ein Investitionsvolumen von rund 77,3 Millionen Euro.

Teilweise sind die Projekte durch Fördermittel unterstützt - vor allem, wenn es um die Sanierung von Schulgebäuden beziehungsweise die Erweiterung des Offenen Ganztags geht. Letzteres ist bei vier Projekten (Overbergschule, Kardinal-von-Galen-Schule, Kelmschule und Matthias-Claudius-Schule) der Fall. Hier erhält die Stadt Zuschüsse aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“. Drei Vorhaben werden noch in diesem Jahr fertig, an der Matthias-Claudius- beziehungsweise Gottfriedschule sieht der Terminplan das dritte Quartal 2021 als Fertigstellungstermin vor.

Corona-Pandemie hat Folgen

Wobei auch das noch nicht sicher ist - die Grundschule teilt hier das Schicksal so ziemlich aller anderen Bauprojekte: Durch die Corona-Pandemie muss ZGL zwar nicht automatisch mit Verzögerungen im Terminplan rechnen - wahrscheinlich ist es aber doch, dass aufgrund von Lieferschwierigkeiten oder stillgelegten Baustellen die Fertigstellung nach hinten rückt.

Entsprechend hat ZGL bei vielen Projekten bereits zwei Monate Verzögerung in die Terminpläne geschrieben. So sollte beispielsweise die Suche nach einem Grundstück für das Feuerwehrgerätehaus Alstedde/Nordlünen im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein. Nun rechnet ZGL eher mit dem dritten Quartal.

Die größten Posten auf finanzieller Sicht bilden die Schulen, allen voran die Realschule Altlünen, die bekanntlich neu gebaut werden muss, weil das alte Gebäude den Brandschutzbestimmungen nicht mehr entspricht. 15,5 Millionen Euro sind für die Schule veranschlagt, weitere 4,7 Millionen Euro werden für die Turnhalle fällig. Das sind 1,3 Millionen Euro mehr als gegenüber dem Wirtschaftsplan für 2019, als das Projekt beschlossen worden war - ZGL gibt hier eine Preissteigerung in den vergangenen zwei Jahren, seit Beginn der Kostenschätzung, als Ursache an.

Neue Wohnbauprojekte

Ein Phänomen, das ebenso wie der zeitliche Faktor auf viele Projekte zutrifft. So wird der Neubau der Leoschule aller Voraussicht nach 2,8 Millionen Euro teurer als geplant (insgesamt 12 Millionen Euro), ebenso der Neubau der Osterfeldschule (Gesamtvolumen 11,6 Millionen Euro).

Neben den ZGL-Projekten gibt es in Lünen diverse private Projekte, die teilweise mit öffentlichen Mitteln finanziert werden. Dazu zählen das Wohnbauprojekt an der Preußenstraße in Horstmar oder, in direkter Nachbarschaft, die Pläne der Firma Harpen für den ehemaligen Kleinbecker Park.

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