Lösung zum Fotorätsel: In den Haver-Hallen wurden Trecker repariert und Maschinen gebaut

Fotorätsel Schwerte

Man hat nicht den Namen des Getreides falsch geschrieben. Die Haver-Hallen am Mühlenstrang erinnern an die Familie Haver. Die handelte mit Treckern und Autos – und überstand einen Großbrand.

Schwerte

, 30.03.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Haben Sie es gewusst? In der ersten Folge unseres Fotorätsels haben wir nach den Haver-Hallen gesucht.

Haben Sie es gewusst? In der ersten Folge unseres Fotorätsels haben wir nach den Haver-Hallen gesucht. © Bernd Paulitschke

In einer langen Reihe aus Ziegel-Mauerwerk säumen sie das Ufer des Mühlenstrangs neben dem Großparkplatz Im Reiche des Wassers: Die sogenannten Haver-Hallen sind ein Stück steinerner Stadtgeschichte.

Wilhelm Haver, der aus einer Schwerter Bauernfamilie stammte, hatte im Jahre 1876 an der Brückstraße das Eisenwarengeschäft Gebr. Haver gegründet, das auch Maschinenbau und Schlosserei betrieb. Sohn Hermann Haver verlegte den Betrieb in die 2000 Quadratmeter großen Hallen, wo er auch Dreschmaschinen herstellte.

Mit diesem Foto hatten wir ihr Schwerte-Wissen getestet: Gesucht wurden die Haver-Hallen.

Mit diesem Foto hatten wir ihr Schwerte-Wissen getestet: Gesucht wurden die Haver-Hallen. © Bernd Paulitschke

Explodierende Gasflaschen zischten wie Raketen durch die Luft

Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich daraus ein Landmaschinenhandel mit Reparaturwerkstatt. Als die Zahl der Bauernhöfe, die Trecker und anderes Gerät benötigten, abnahm, entstand auf dem Gelände des jetzigen Parkplatzes das Autohaus Haver, das bei einem Großbrand Mitte der 1980er-Jahre völlig zerstört wurde. Explodierende Gasflaschen zischten wie Raketen durch die Luft bis zur Ostenstraße.

Feuerwehrmuseum und Hotelpläne scheiterten

In den alten Haver-Hallen sammelten Feuerwehrleute Fahrzeuge und andere Ausstellungsstücke für ein Feuerwehrmuseum, das vor wenigen Jahren mangels Mitstreitern aufgelöst werden musste.

Auch die Pläne für ein Hotel hinter der Backstein-Fassade, vom damaligen Stadtplaner Adrian Mork im Bürgermeister-Wahlkampf vorgestellt, scheiterten. Jetzt sucht die Stadt neue Nutzungsideen.

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