Lernen auf Distanz soll wie Präsenzunterricht benotet werden

Lernen auf Distanz wird künftig in Nordrhein-Westfalen, ebenso wie Präsenzunterricht, in die Leistungsbewertung einfließen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf an. Eine entsprechende Verordnung sei derzeit in Vorbereitung.

16.07.2020, 16:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Schüler der achten Klasse tippt in einer Schule auf einem iPad. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Ein Schüler der achten Klasse tippt in einer Schule auf einem iPad. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Bis zu den Sommerferien waren negative Leistungen aus dem coronabedingten Lernen von Zuhause aus nicht in Leistungsbewertungen eingeflossen. Lediglich positive Leistungen seien beim Sozialverhalten mitberücksichtigt worden, erläuterte Gebauer.

Es sei klar, dass Lehrer bei ihren Aufgabenstellungen auch weiterhin Rücksicht auf die jeweilige Ausstattung der Schüler nähmen, sagte Gebauer. Alle Lehrer und alle bedürftigen Schüler sollen Laptops oder Tablet-Computer aus einem öffentlichen Förderprogramm finanziert bekommen.

Es könne aber nicht garantiert werden, dass sämtliche Geräte schon nach den Sommerferien bei allen Schülern und Lehrern vorhanden seien, räumte Gebauer ein. Das Förderprogramm laufe bis zum Jahresende. Die Geräte könnten von den Schulen aber schon jetzt angeschafft und nachträglich abgerechnet werden. Ziel sei, sie „so schnell als möglich“ zur Verfügung zu stellen. Über die Verteilung entscheidet die Schule, die die Geräte kostenlos ausleihen soll.

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