Leistungsunterschiede zwischen Schülern belasten ihre Lehrer

Gymnasiallehrer in Nordrhein-Westfalen fühlen sich von den Leistungs- und Wissensunterschieden zwischen ihren Schüler stark belastet. Weitere Stressfaktoren für sie sind das insgesamt hohe Arbeitspensum durch immer mehr Aufgaben und zunehmende Bürokratie sowie fehlende Pausen im Schulalltag. Das ergab eine Studie des Instituts für Präventivmedizin Rostock im Auftrag des Deutschen Philologenverbandes, die am Montag veröffentlicht wurde.

09.03.2020, 13:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Lehrerin steht an der Tafel. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv

Eine Lehrerin steht an der Tafel. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv

Insgesamt 94 Prozent der Befragten gaben bei der Studie an, dass sie die Unterschiede zwischen den Kindern als größte Arbeitsbelastung empfinden, weil sie diese natürlich im Unterricht berücksichtigen müssen. Zwei Drittel der 4700 NRW-Gymnasiallehrer, die an der Studie teilgenommen hatten, bezeichneten ihre berufliche Belastung als hoch bis sehr hoch. „Das Arbeitspensum an den Gymnasien in NRW ist viel zu hoch“, sagte die Vorsitzende des Philologenverbandes NRW, Sabine Mistler.

Laut dem Verband findet qualitativ anspruchsvoller Unterricht nur statt, weil Lehrer regelmäßig an oder über ihre Leistungsgrenzen gehen. „Wenn die enorme Belastung an Gymnasien bei den Lehrkräften zu Schlafstörungen führt und die Kolleginnen und Kollegen nicht einmal am Wochenende abschalten können, dann muss hier dringend gehandelt werden“, sagte Mistler.

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