Leiche im Auto nach Schleswig-Holstein gefahren

Ein 52-jähriger Mann soll seine Tante ermordet und die Leiche in seine Heimat nach Schleswig-Holstein gefahren haben. Im Prozess vor dem Schwurgericht Münster will er nichts sagen.

28.02.2020, 09:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand. Foto: Arne Dedert/dpa/Archivbild

Ein 52-jähriger Mann aus Holm in Schleswig-Holstein soll am Anfang August in Münster seine Tante ermordet haben. Zu Prozessbeginn vor dem Schwurgericht in Münster erklärte der Deutsche am Donnerstag, dass er sich zu den Vorwürfen nicht äußern wolle. Laut Staatsanwaltschaft starb die 68 Jahre alte Frau an den Folgen massiver stumpfer Gewalt gegen den Hals. Nach der Tat soll der Angeklagte die Leiche in sein Auto gebracht und sie damit mehr als 400 Kilometer nach Schleswig-Holstein gefahren haben. Dort wurde der tote Körper Ende August von einer Spaziergängerin am Fuße einer Böschung gefunden.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Streit um Geld der Auslöser der Gewalttat war. Laut den Ermittlern hatte die 68-Jährige ihrem Neffen im Sommer 2016 einen Betrag von 25 000 Euro geliehen. Angeblich war vereinbart, dass dieses Darlehen bis zum 31. Juli 2019 zurückgezahlt werden sollte. Zwei Tage nach Ablauf dieser Frist soll der Angeklagte dann seine Tante in Münster besucht haben. Das Geld hatte er zu diesem Zeitpunkt offenbar noch nicht überwiesen. Laut Anklage verlief das Treffen zunächst in harmonischer Atmosphäre. Aus irgendeinem Grund soll es dann jedoch zu einem Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der 52-Jährige seine Tante tötete.

Das Schwurgericht Münster hat für den Prozess noch elf weitere Verhandlungstage bis zum 26. Mai angesetzt.

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