Lehrerverband und Herbergswerk fordern Hilfe für Herbergen

Der Deutsche Lehrerverband (DL) und das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) fordern in der Corona-Krise einen Rettungsschirm für die bundesweit 450 Jugendherbergen. „Eine Stornierung fast aller bestehenden Buchungen, der maximale Rückgang von Neubuchungen und damit der Verlust der Möglichkeit der Erwirtschaftung von Umsatz einerseits sowie laufenden Kosten und Verpflichtungen andererseits haben alle 14 regionalen Landesverbände des DJH in massive wirtschaftliche Notlagen gebracht“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von DJH und DL von Mittwoch.

03.06.2020, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Blick auf eine Jugendherberge. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Ein Blick auf eine Jugendherberge. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archivbild

Die bislang aufgelegten Schutzschirme, Sonderkredite, Liquiditätshilfen oder direkten finanziellen Unterstützungsleistungen des Bundes und der Mehrzahl der Länder griffen für die Jugendherbergen nicht, heißt es in der Mitteilung weiter, „weil sie in ihrem Status als gemeinnützige Bildungs- und Beherbergungsbetriebe in vielen entsprechenden Programmen nicht berücksichtigt werden“.

Der Lehrerverband, der als Dachverband mehr als 165 000 Lehrkräfte vertritt, verweist auf die Bedeutung der Arbeit der Jugendherbergen. Die Häuser böten nicht nur Kost und Quartier, sondern auch hochwertige Bildungsprogramme. „Sie sind seit über einem Jahrhundert bewährte Partner der Schulen und Verbände bei der Durchführung von Klassenfahrten und Gruppenreisen“, heißt es weiter. „Wenn zahlreiche Jugendherbergen aus wirtschaftlichen Gründen und wegen mangelnder Unterstützung der Politik schließen müssten, bedeutet das den Verlust eines wichtigen außerschulischen Bildungsorts, auch auf lange Sicht“, sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, laut Mitteilung.

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