LEG verzichtet auf Kündigungen und Mieterhöhungen

Der Immobilienkonzern LEG will im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise vorerst auf Mieterhöhungen oder Kündigungen verzichten. Dies ist Teil eines Mehrpunkteplans zum Schutz von Mietern, Kunden und Mitarbeitern, wie das Unternehmen am Samstag in Düsseldorf mitteilte. Die eigene Stiftung will 1 Million Euro für Coronavirus-Hilfsmaßnahmen in die Hand nehmen.

21.03.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

LEG will den Angaben zufolge „bis auf Weiteres“ auf Mietanpassungen an die ortsüblichen Vergleichsmieten verzichten, erklärte der Konzern. „Damit möchten wir ein Zeichen der Solidarität und gesellschaftlichen Verantwortung in Zeiten der Corona-Pandemie setzen und unsere Kunden entlasten“, hieß es. Außerdem setze LEG Zahlungs- und Räumungsklagen vorerst aus. Mit Mietern, die wegen der Coronavirus-Krise ihre Miete nicht zahlen könnten, werde LEG Ratenzahlungsvereinbarungen schließen, die aktuell eine Stundung von bis zu sechs Monaten vorsähen. Zudem könnten eigene Kündigungen zurückgenommen werden, etwa wenn ein Umzug aktuell nicht möglich sei.

Der Konzern kündigte zudem Hilfe für Gewerbemieter und Kleinunternehmer an. Gerade kleinen Gewerbetreibenden brächen derzeit die Einnahmen weg. Daher wolle die LEG die Gewerbemieter mit kulanten Stundungsregelungen und individuellen Entlastungsangeboten unterstützen. Weiter will das Unternehmen sein Engagement für Wohnungslose bei der Suche nach Wohnungen verstärken.

Die LEG gehört mit rund 136 000 Mietwohnungen zu den führenden börsennotierten Immobiliengesellschaften in Deutschland. Von den anderen großen Wohnungsbaugesellschaften hat bereits Vonovia angekündigt, Mietern bei Finanzproblemen wegen der Coronavirus-Krise entgegenzukommen.

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