Laschet trifft neue französische Regierung

Armin Laschet besucht die neue französische Regierung. Dafür unterbricht der NRW-Ministerpräsident und Anwärter auf den CDU-Bundesvorsitz seinen Familienurlaub am Bodensee. Die Corona-Krise wird die Gespräche bestimmen. „Der Virus kennt keine Ferien“, mahnt Laschet.

12.07.2020, 09:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gestikuliert. Foto: John Macdougall/POOL/dpa/Archivbild

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gestikuliert. Foto: John Macdougall/POOL/dpa/Archivbild

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird an diesem Montag als Frankreich-Bevollmächtigter der Bundesrepublik zum Antrittsbesuch ins Nachbarland reisen. Nach Angaben der Düsseldorfer Staatskanzlei ist er der erste deutsche Politiker, der Vertreter der neuen Regierung von Premierminister Jean Castex trifft. Laschet ist Kultur- und Bildungsbevollmächtigter der Bundesrepublik für die Beziehungen zu Frankreich.

Mit Bildungsminister Jean-Michel Blanquer wolle Laschet sich über digitale Bildung in Zeiten von Corona austauschen, berichtete NRW-Regierungssprecher Christian Wiermer der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Im Gespräch mit Finanz- und Wirtschaftsminister Bruno Le Maire solle es um die wirtschaftlichen Folgen der Krise und den Wiederaufbaufonds für die Europäische Union gehen.

Am Dienstag werde Laschet auf Einladung von Präsident Emmanuel Macron an der Parade zum Nationalfeiertag Frankreichs teilnehmen. „Der französische Präsident dankt Nordrhein-Westfalen auf diese Weise für die Aufnahme schwer erkrankter Covid-Patienten in Krankenhäusern in Essen auf dem Höhepunkt der Krise“, erklärte Wiermer. NRW habe auf vielen Ebenen besondere Beziehungen zu Frankreich. Im einwohnerreichsten Bundesland leben 20 000 Franzosen.

Für den Frankreich-Besuch unterbricht Laschet seinen Sommerurlaub, den er - wie schon seit vielen Jahren - mit seiner Familie am Bodensee verbringt. „Die Ruhe des Sees und der Blick in die Ferne der Schweizer Alpen sind eine ideale Kombination, um ein wenig zur Ruhe zu kommen“, sagte der Ministerpräsident - der auch CDU-Bundesvorsitzender werden will - der dpa.

In diesem Jahr sei allerdings Vieles anders. Das Landeskabinett tage, mindestens virtuell, auch in den Ferien regelmäßig weiter. Auch für Sonntag stand eine Telefonkonferenz zur Corona-Lage an. „Das Virus kennt keine Ferien, wir müssen wachsam bleiben“, unterstrich Laschet.

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