Laschet nennt Homeoffice für Schüler schlechte Option

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat dem Fern-Unterricht zuhause während der Corona-Pandemie eine Absage erteilt. „Uns sind Bildungschancen der Kinder wichtig und deshalb tun wir alles, um für den Präsenzunterricht zu kämpfen“, sagte der Ministerpräsident den „NRW-Lokalradios“ am Dienstag. Das „Solinger Modell“, wonach die Hälfte der Kinder ins Homeoffice geschickt werde, sei allenfalls in Einzelfällen sinnvoll, „eh eine ganze Schule in Quarantäne geht“, so der CDU-Politiker.

17.11.2020, 18:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa-pool/dpa

Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa-pool/dpa

Auch für ältere Schüler müsse über andere Modelle nachgedacht werden. „Aber für viele Kinder ist das eine schlechtere Option.“ Es sei absurd, davon auszugehen, dass das die Bildungsgerechtigkeit erhöhe. Es gebe derzeit kein Infektionsrisiko erhöhter Art in Schulen: „95 Prozent unserer Schulen sind im Normalbetrieb.“

Die bergische Stadt Solingen hatte vor zwei Wochen angekündigt, dass in allen weiterführenden Schulen wechselweise eine Hälfte einer Klasse in der Schule lernen soll und die andere daheim im Distanzunterricht. Über solchen „Hybrid-Unterricht“ war auch am Montag bei dem Bund-Länder-Treffen diskutiert worden. Eine Entscheidung dazu vertagten Bund und Länder auf den 25. November.

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