Laschet: Lockdown sollte nicht mehr ganze Kreise betreffen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die von Bund und Ländern abgesprochene Regelung für einen sogenannten Lockdown zu verändern: Man müsse noch einmal darüber sprechen, nicht ganze Kreise „heraus zu nehmen“, sondern „die Orte, wo wirklich Gefahr besteht“, sagte Laschet am Montag in Düsseldorf. „Das werden wir einmal mit den anderen Ländern, wenn die Krise vorbei ist, erörtern“, sagte er mit Blick auf die Lage in Gütersloh.

29.06.2020, 18:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: Federico Gambarini/dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: Federico Gambarini/dpa

Laschet bezog sich konkret auf Städte und Gemeinden im Kreis Warendorf, die aktuell keine Infektionen haben - und dennoch vom Lockdown betroffen waren. Auch der Landrat des Kreises Warendorf, Olaf Gericke, sagte: „Bund und Land müssen darüber nachdenken, ob es nicht Sinn macht, die Regelungen zu präzisieren, wo genau ein Lockdown verhängt werden soll.“ Sein Kreis umfasse 13 Städte und Gemeinden - „und in fünf gibt es keine einzige Infektion.“ Eine Präzisierung würde seiner Ansicht nach auch zu mehr Akzeptanz bei der Bevölkerung führen.

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