Laschet: Kein Wettbewerb mit Söder bei Corona-Bekämpfung

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sieht sich mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nicht im Wettbewerb um einen entschlossenen Kampf gegen die Corona-Pandemie. „Es gibt keinen Wettbewerb unter den Ländern“, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf. „Man muss jetzt die Entschlossenheit ausstrahlen und dann in Erlassen auch kompetent umsetzen.“ Jeder habe außerdem „seine eigene Art aufzutreten“, sagte Laschet. Söder war in den letzten Tagen für sein entschlossenes Auftreten in der Coronavirus-Krise in Medien und sogar von den Grünen gelobt worden.

18.03.2020, 06:47 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Federico Gambarini/dpa

Söder hatte unter anderem den Katastrophenfall in Bayern ausgerufen. Die Rechtslage sei in Bayern aber anders als in NRW, so Laschet. Was im bayerischen Katastrophenrecht möglich sei, sei in NRW auch jetzt schon möglich, etwa die Kooperation mit der Bundeswehr. Die Maßnahmen in Bayern seien trotz der dortigen Ausrufung des Katastrophenfalls die gleichen wie in NRW.

NRW und Bayern seien zudem „in engster Abstimmung“ bei allen Maßnahmen, sagte Laschet. Bei der Formulierung der Erlasse zur Eindämmung des Coronavirus seien beide Bundesländer „die treibenden in Deutschland“. NRW sei bei den Maßnahmen zum Teil auch schneller als Bayern gewesen.

Laschet ist neben dem Außenpolitiker Norbert Röttgen und dem früheren Unions-Fraktionschef Friedrich Merz einer der drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz und die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Ein ursprünglich für den 25. April geplanter Parteitag zur Wahl des neuen Vorsitzenden war wegen der Ausbreitung des Coronavirus verschoben worden. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

Weitere Meldungen