Laschet: Kein Anlass Kitas, Schulen, Unis zu schließen

Trotz der Ausbreitung des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen sieht Regierungschef Armin Laschet (CDU) keinen Anlass, Kitas, Schulen oder Universitäten landesweit zu schließen. Nach derzeitigem Stand sei das nicht erforderlich, bekräftigte er am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag. Wenn es zu einer Lage wie in Italien komme, müsse die Frage neu bewertet werden.

11.03.2020, 12:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (CDU), spricht im Landtag. Foto: Henning Kaiser/dpa

Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (CDU), spricht im Landtag. Foto: Henning Kaiser/dpa

Laschet warf Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) in der hitzigen Landtagsdebatte vor, dem Ernst der Lage nicht gerecht zu werden. Kutschaty hatte der Landesregierung vorgeworfen, frühe Anzeichen einer drohenden Pandemie ignoriert und sich nicht früh genug darauf vorbereitet zu haben. Als Beispiel führte er eine Kölner Gesamtschule an: Dort fehlten Seife, Papiertücher, Desinfektionsspender, Toilettenpapier und das Waschbecken in der Mensa funktioniere auch nicht.

Sichtlich aufgeregt rief Laschet dem Oppositionsführer zu: „Nennen Sie mir den Namen. Ich kümmere mich persönlich darum, dass die ihr Papier kriegen - verdammt noch mal. Ich nehme Ihnen Ihre größte Sorge und besorge das Papier.“

Auch andere Abgeordnete aus den Regierungsfraktionen warfen Kutschaty vor, die Coronavirus-Epidemie parteipolitisch zu instrumentalisieren. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte, jetzt sei nicht die Zeit für Manöverkritik. Die Lehren seien später zu ziehen.

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