Laschet: Corona könnte mehr spalten als Flüchtlingskrise

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet sieht den gesellschaftlich Zusammenhalt in Deutschland durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Gefahr. Während viele dank relativ gesicherter Einkommen „dem entschleunigten Leben in Corona-Zeiten vielleicht sogar etwas Gutes abgewinnen“ könnten, müssten andere um ihre Jobs, ihre Einkünfte oder gar ihre Existenz fürchten, sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). Es drohe deshalb eine stärkere gesellschaftliche und wirtschaftliche Polarisierung und Spaltung als während der Flüchtlingskrise.

02.06.2020, 06:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet (CDU) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Armin Laschet (CDU) spricht während einer Pressekonferenz. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Laschet, der sich um den Vorsitz der CDU bewirbt, sieht eine Kernaufgabe darin, eine Strategie zum Erhalt des Industrielandes Deutschland zu entwickeln: „Das Thema Ökologie wird uns erhalten bleiben, aber die Menschen werden mehr danach fragen, wie wir wirtschaftlich wieder aus der Krise herauskommen.“ Zudem müsse eine Allianz mit den Sozialpartnern geschmiedet werden, „damit die soziale Frage nicht vergessen wird. Sonst driftet das Land auseinander“.

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