Laschet: Bei schärferen Beschränkungen Kinder schonen

Falls die Corona-Infektionszahlen weiter steigen, sind nach Ansicht von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) möglicherweise wieder schärfere Beschränkungen nötig. Diese sollten dann aber nicht für Kinder und nicht im Bildungsbereich gelten, sagte Laschet am Dienstag nach einer gemeinsamen Sitzung des Landeskabinetts mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Düsseldorf. Grundsätzlich gelte das Prinzip: Wenn die Infektionszahlen sinken, sollten die Freiheitsbeschränkungen zurückgefahren werden, wenn sie steigen, seien schärfere Maßnahmen nötig.

18.08.2020, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Armin Laschet , Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: John Macdougall/POOL/dpa/Archivbild

Armin Laschet , Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht auf einer Pressekonferenz. Foto: John Macdougall/POOL/dpa/Archivbild

Laschet sagte weiter, Bund und Länder hätten in den vergangenen Monaten vor einer Bewährungsprobe gestanden, die ohne Vorbild sei. Man habe in den Ländern möglicherweise unterschiedliche Akzente gesetzt, aber grundsätzlich habe es ein gutes Miteinander im Kampf gegen das Coronavirus gegeben. Zudem habe die Kanzlerin die Positionen immer wieder zusammenführen können. Die derzeitige Reisetätigkeit führe wieder zu einem Anstieg der Infektionszahlen.

Die wirtschaftlichen Einbrüche durch die Corona-Krise seien schwerwiegender als in der Finanzkrise. Man habe sich im Kabinett abgestimmt, dass die Hilfsprogramme des Bundes schnell im Land umgesetzt werden können. Gerade in NRW befinde sich ein wichtiger Anteil von Firmen, die den Industriestandort ausmachten, sagte Laschet.

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