Lanxess erwartet 2020 Gewinnrückgang wegen Viruskrise

Der Spezialchemiekonzern Lanxess treibt den Konzernumbau voran. Nachdem bereits Teile der Lederchemie verkauft wurden, soll nun der komplette Geschäftsbereich abgegeben werden, wie der MDax-Konzern am Mittwoch in Köln mitteilte. Gleichzeitig wollen die Kölner stärker vom Elektroboom der Autobranche profitieren. Am Standort El Dorado im US-Bundesstaat Arkansas sei Anfang März mit dem Partner Standard Lithium eine Pilotanlage zur Extraktion von hochreinem Lithium direkt aus Solen in Betrieb genommen worden.

11.03.2020, 08:10 Uhr / Lesedauer: 1 min

In diesem Jahr rechnet Lanxess auch wegen der Folgen der Coronavirus-Epidemie mit einem Gewinnrückgang. Der Konzern schätzt die Belastungen durch die Viruskrise auf 50 Millionen bis 100 Millionen Euro, davon 20 Millionen im ersten Quartal, wie es hieß. Daher rechnet das Unternehmen für 2020 mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen zwischen 0,9 und 1,0 Milliarde Euro. Dabei dürfte auch die anhaltende Schwäche der Autobranche eine Rolle spielen.

2019 hatten gute Geschäfte mit Wasseraufbereitungsprodukten und Flammschutzmitteln noch die Schwäche der Autobranche aufgefangen. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg im vergangenen Jahr um 3,3 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Der Umsatz war hingegen leicht Tick auf 6,8 Milliarden Euro gesunken.

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