Landrat Pusch: Auch Heinsberg weicht von RKI-Empfehlung ab

Nach Aachen schickt jetzt auch der Kreis Heinsberg medizinisches Personal, das in Kontakt mit Coronavirus- Infizierten war, nicht mehr automatisch in Quarantäne. Die Richtlinie des Robert Koch-Instituts führe dazu, dass nach und nach immer mehr medizinisches Personal nicht mehr arbeiten dürfe, sagte Landrat Stephan Pusch am Mittwoch in einem Facebook-Video. „Das heißt also Arztpraxen, Kliniken haben massiv Probleme, den Betrieb aufrecht zu erhalten“, sagte Pusch. Jetzt dürften Betroffene unter Einhaltung strenger Schutzvorschriften weiterarbeiten.

04.03.2020, 12:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Stephan Pusch (CDU), Landrat des Kreises Heinsberg. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild

Zuvor hatten Stadt und Region Aachen die Richtlinie für die Krankenhäuser aufgehoben, nachdem das Virus bei einer Pflegekraft auf der Frühgeborenenstation nachgewiesen worden war. Sonst hätten nach der RKI-Regelung 45 Kontaktpersonen 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt werden müssen. Damit wäre die Arbeit auf der Intensivstation der Universitätsklinik zum Erliegen kommen, hatte die Klinik betont.

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