Landrat: 25 Patienten im Kreis Heinsberg geheilt entlassen

Trotz steigender Fallzahlen hat der besonders betroffene Kreis Heinsberg 25 ehemals Corona-Infizierte als gesund aus der Quarantäne entlassen. Das sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Mittwoch in einer Videobotschaft. Demnach sei die Zahl der Infizierten auf 811 gestiegen, die 25 Menschen seien aber nach „zwei Wochen plus drei Tage“ offiziell geheilt. Pusch sagte, dass diese Zahl in den kommenden Tagen sukzessive steigen werde. Es sind die ersten Zahlen zu geheilten Patienten - landesweit wird laut Gesundheitsministerium keine entsprechende Statistik geführt.

18.03.2020, 17:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg (CDU), spricht bei einem Pressestatement. Foto: Henning Kaiser/dpa

Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg (CDU), spricht bei einem Pressestatement. Foto: Henning Kaiser/dpa

Pusch kritisierte in seiner Videobotschaft erneut die schleppende Versorgung der Kliniken im Kreis mit Atemschutzmasken und Kitteln. Auch die Bundeswehr habe ihn enttäuscht: Sämtliche Hilfegesuche seien negativ beschieden worden, so Pusch. Er bemängelte, dass die Bundeswehr nun ausgerechnet in Berlin - wo es weit weniger infizierte Menschen gebe - ein Krankenhaus mit 1000 Betten aufbaue. Ihm stelle sich die Frage, „ob die Menschen in Berlin irgendwie wichtiger sind als die Menschen in der Provinz“, so Pusch. Er appellierte an Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU): „Machen Sie uns ein Angebot, wie man dem Kreis Heinsberg helfen kann.“

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