Landgericht verhandelt Berufung gegen MAD-Oberstleutnant

Nach einem Freispruch in erster Instanz ist in Köln ein Prozess gegen einen Oberstleutnant des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) in die nächste Runde gegangen. Am Landgericht begann heute die Berufungsverhandlung in dem Fall, in dem es um Vorwürfe des Geheimnisverrats im Zusammenhang mit einer Razzia bei der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) geht.

29.10.2020, 10:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Offizier des MAD steht im Landgericht Köln hinter der Anklagebank. Foto: Marius Becker/dpa

Ein Offizier des MAD steht im Landgericht Köln hinter der Anklagebank. Foto: Marius Becker/dpa

Der Offizier war beschuldigt worden, Informationen zu den Durchsuchungen in der Graf-Zeppelin-Kaserne des KSK in Calw im September 2017 vorab weitergegeben zu haben. Der Polizeieinsatz war damals Teil der Ermittlungen im Fall des rechtsextremen Soldaten Franco A. In einem ersten Prozess am Kölner Amtsgericht im März 2019 bestritt der MAD-Mann allerdings alle Vorwürfe.

Das Gericht urteilte schließlich, der Tatbestand der Verletzung von Dienstgeheimnissen sei nicht erfüllt. Die Staatsanwaltschaft hatte Rechtsmittel gegen die Entscheidung eingelegt.

Für die Berufungsverhandlung wurden zunächst drei Termine angesetzt. Der MAD hat seine Zentrale in Köln.

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