Landesbetrieb mischt Pflanzungen am Straßenrand: Artenschutz

Bei Neuanpflanzungen am Straßenrand will der zuständige Landesbetrieb Bäumen, Büsche und Blumen künftig mehr mischen, um Insekten und den Artenschutz zu fördern. „Weil Bestände wie die Straßen selbst Räume verbinden, können sie auch beim Artenschutz eine wichtige Funktion übernehmen“, erklärte Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin des Landesbetriebs „Straßen.NRW“, am Montag.

02.03.2020, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Deshalb wolle man an den Straßen Nordrhein-Westfalens in Zukunft möglichst vielfältige Baumarten mischen. So könne nicht ein Schädling direkt den ganzen Bestand gefährden. Bisher ist der Bergahorn den Angaben zufolge mit gut 25 Prozent der häufigste Baum im Bestand des Landesbetriebs, gefolgt von der Buche und der Esche. Die Buche habe sehr unter den trockenen Sommern gelitten.

Der Landesbetrieb will damit den eigenen Angaben zufolge auf die Folgen des Klimawandels reagieren: Der Wald in Nordrhein-Westfalen ist laut NRW-Umweltministerium im schlechtesten Zustand seit Beginn der Untersuchungen im Jahr 1984. Nur etwa jeder fünfte Baum habe keine Schäden, hatte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts 2019 im vergangenen November gesagt.

Weitere Meldungen