Land: Viele Wohnungsmängel bei Immobilienunternehmen

Eine Kontrolle zum Zustand von Wohngebäuden eines Immobilienunternehmens in acht Kommunen hat nach Angaben der Landesregierung zahlreiche Mängel ergeben. Die Liste der Mängel sei in einigen Kommunen weiterhin lang, teilte das Bauministerium am Freitag mit. Die Behörden hätten nach der Aktion am Donnerstag zahlreiche Verfahren zur Beseitigung der Missstände eingeleitet.

14.08.2020, 16:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Blick auf die Fassade eines Wohnhauses. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Blick auf die Fassade eines Wohnhauses. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Das Unternehmen betonte hingegen, festgestellte Mängel würden selbstverständlich schnellstmöglich behoben. Viele Mängel ließen sich aber erst nach einer gewissen Zeit beseitigen, weil unter anderem Handwerker nicht sofort Termine frei hätten, Ersatzteile bestellt werden müssten oder Mieter nicht immer erreichbar seien. Viele Mängel seien durch mutwillige Zerstörungen hervorgerufen worden. Bei der Mehrzahl der verwalteten Objekte gebe es keine oder kaum Probleme.

Nach Angaben des Ministeriums wurden von den Behörden in den Städten Bergneustadt, Dortmund, Duisburg, Hagen, Herne, Kamen, Lemgo und Radevormwald am Donnerstag insgesamt 96 Einheiten überprüft. „Die Liste der Mängel ist in einigen Kommunen weiterhin lang und reicht von defekten Aufzügen, Heizungen, Fenstern, Haus- und Balkontüren, Brandschutztüren, Durchlauferhitzern, Schließungs- und Klingelanlagen, Feuchteschäden, Schimmelbildung, nicht vollständig behobenen Wasserschäden sowie mangelhafter Warmwasserversorgung bis hin zu Vermüllung und Nagerbefall in einigen Gebäuden“, hieß es.

„Wir setzen darauf, dass das Unternehmen seinen Verpflichtungen zur Schaffung von erträglichen Wohnverhältnissen für die Mieterinnen und Mieter endlich nachkommt. Damit kann es selbst dazu beitragen, dass staatliche Aufsichtsaktionen überflüssig werden. Solange das nicht der Fall ist, werden wir gemeinsam regelmäßig an die Türen klopfen“, erklärte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) in einer Mitteilung.

Das Unternehmen wies die Kritik zurück. „Dass man im Wahlkampf gerne positive Meldungen über sich liest, ist nur zu verständlich. Es ist aber nur ein scheinbarer Erfolg, wenn sich Kommunen und Bauministerium dafür feiern lassen wollen, durch die unangekündigte Kontrolle am 13.08.2020 Missstände aufgedeckt zu haben“, erklärte es. Denn in Objekten der Art und des Alters, wie sie kontrolliert wurden, könne das Auftreten von Mängeln nie ganz ausgeschlossen werden.

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