Land NRW verklagt Ex-Baumanager auf zehn Millionen Euro

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den korrupten Ex-Chef seines Baubetriebs BLB, Ferdinand Tiggemann, auf über zehn Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Das Land argumentiert, bei zwei Bauprojekten (Hochschule Düsseldorf und Polizeipräsidium Köln) sei ihm durch die kriminellen Handlungen des Geschäftsführers entsprechender Schaden entstanden. Der Zivilprozess werde am 14. Mai stattfinden, sagte eine Sprecherin des Landgerichts am Montag.

27.04.2020, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der ehemalige Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB), Ferdinand Tiggemann. Foto: picture alliance / Marius Becker/dpa/Archivbild

Der ehemalige Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebes des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB), Ferdinand Tiggemann. Foto: picture alliance / Marius Becker/dpa/Archivbild

Das Landgericht hatte Ferdinand Tiggemann 2017 wegen Bestechlichkeit rechtskräftig zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. In der BLB-Korruptionsaffäre ging es jeweils um landeseigene Bauprojekte. Tiggemann hatte die Pläne des Landes verraten. Daraufhin hatten Zwischenkäufer die benötigten Grundstücke erworben und die Preise in die Höhe getrieben.

Tiggemanns Anwalt Stefan Meurer ist dennoch guter Dinge, mindestens einen Teilerfolg zu erzielen: „Das Gericht hat in einem Hinweisbeschluss bereits mitgeteilt, dass es bei einem der Komplexe keinen Anspruch des Landes sieht.“

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