Land NRW ermöglicht regelmäßige und kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Erzieher

Coronavirus

Sobald der Regelbetrieb an Schulen und in Kitas wieder losgeht, können sich Lehrer und Erzieher regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen. Im Fall einer Infektion gelten dann weitere Maßnahmen.

Düsseldorf

20.07.2020, 11:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lehrer wie auch Erzieher können sich bis zu den Herbstferien alle 14 Tage auf das Coronavirus testen lassen.

Lehrer wie auch Erzieher können sich bis zu den Herbstferien alle 14 Tage auf das Coronavirus testen lassen. © picture alliance/dpa

Nach den Sommerferien sollen Schulen und Kindergärten in NRW wieder den Regelbetrieb aufnehmen. Um das Personal in den jeweiligen Einrichtungen zu schützen, hat das Land NRW am Montag beschlossen, dass sich Lehrer und Erzieher regelmäßig und kostenfrei auf das Coronavirus testen lassen zu können.

Das Konzept sieht vor, dass sich alle Beschäftigten an den Schulen sowie in der Kindertagesbetreuung im Zeitraum vom 3. August bis zum 9. Oktober 2020 alle 14 Tage freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. Das betrifft rund 363.00 Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung sowie an den Schulen. Die Kosten für die Testungen übernimmt das Land.

Angebot soll Unsicherheiten der Lehrkräfte entgegenwirken

„Das Coronavirus wird unseren Alltag vermutlich noch über einen längeren Zeitraum beeinträchtigen. Das gilt natürlich auch mit Blick auf die Kindertageseinrichtungen, die Kindertagespflege und die Schulen. Trotzdem müssen wir auch hier Stück für Stück immer mehr Normalität schaffen. Der heutige Beschluss ist ein wichtiger Baustein dazu“, erklärt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

„Die Landesregierung nimmt damit die Verantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahr. Neben dem Recht auf Bildung, ist auch die Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten ein hohes Gut, das wir schützen“ erklärt Schulministerin Yvonne Gebauer.

Künftig sollen alle am Schulleben Beteiligten sofort und umfänglich getestet werden, sofern in einer Schule ein Infektionsgeschehen auftritt. Zusätzlich unterbreitet die Landesregierung allen Beschäftigten an öffentlichen und privaten Schulen das Angebot, sich bis zu den Herbstferien 14-tägig freiwillig auf Kosten des Landes testen zu lassen. Dieses Angebot soll Unsicherheiten der Lehrkräfte entgegenwirken, indem sie sich regelmäßig testen lassen können.

Organisation der Testungen erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen

Um die in NRW vorhandenen Laborkapazitäten, die derzeit rund 240.000 mögliche Testungen pro Woche umfassen, nicht zu überfordern, sollen die Tests für die Beschäftigten der Kindertagesbetreuung und der Schulen wöchentlich abwechselnd stattfinden. Die Organisation der Testungen erfolgt über die Kassenärztlichen Vereinigungen sowie die noch bestehenden Testzentren und die Hausärzte.

Sollten bei den Testungen Infektionsfälle mit dem Coronavirus festgestellt werden, entscheiden die unteren Gesundheitsbehörden über weitere Maßnahmen. Beispielsweise würden Kontaktpersonen getestet, um lokale Infektionsketten zu identifizieren und möglichst frühzeitig zu unterbrechen. Je nach Infektionsgeschehen und regionaler Gegebenheit könnten bei Bedarf ganze Einrichtungen getestet oder auch geschlossen werden.

rej

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