Kultur erleben trotz Corona: Neues Projekt will das möglich machen

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Wer sich nach Kultur sehnt, wird von dem Projekt „Ne Runde um‘n Block“ begeistert sein: Die Veranstalter haben ein buntes Programm zusammengestellt, das viele Überraschungen bereithält.

von Jannah Heiming

Schwerte

, 02.08.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 3 min

Wer in Zeiten der Corona-Krise die Kulturangebote vermisst hat, kommt vom 28. bis zum 30. August auf seine Kosten: „Kulturhungrige Leute füttern“ - das sei ein Ziel des Projekts mit dem Titel „Ne Runde um‘n Block“.

Die Idee des Projekts stammt von Jörg Rost, der für seine Lichtinstallationen in Schwerte bekannt ist. Um in der Corona-Krise keine Langeweile aufkommen zu lassen und Schwerte neu zu entdecken, hat er in einer Runde um den Häuserblock von Kuhstraße, Goethestraße, Haselackstraße und am Postplatz vorbei ein Kulturprogramm organisiert.

Das Konzept: In etwa einer Stunde und 15 Minuten werden nacheinander Gruppen mit je 20 Leuten von einem „Reiseleiter“ um den Block geführt.

Die Besucher dürfen nach der langen Corona-Pause mit ganz viel Kultur rechnen: Teils wohlbekannte, aber auch internationale Künstler, Theatermacher und Musiker werden in insgesamt 14 Acts für Unterhaltung sorgen.

Die Aktion soll den von der Corona-Krise gebeutelten Lichttechnikern und Künstlern helfen: „Wir wollen von Ausfällen Betroffene unterstützen“, so Jörg Rost. Insgesamt werden 30 Personen für die Technik dabei sein, die zusammen mit 150 Künstlern die Kultur in Schwerte wieder aufleben lassen sollen.

Von Videoinstallationen über Geschichtenerzähler bis hin zu Schauspiel und Tanz

Spaß an Kunst und Kultur soll vermittelt werden, die Zuschauer, beziehungsweise Zuhörer bekommen viel geboten, dürfen mitsingen und sich von den Szenen mitreißen lassen.

Dabei wird auch die Beleuchtung eine große Rolle spielen: Schwerte wird wortwörtlich in einem neuen Glanz erstrahlen.

Die Besucher werden schon während des Rundgangs viele Überraschungen erleben - und auch auf das große Finale am Ende darf man gespannt sein. Die musikalische Leitung übernimmt dabei Guntmar Feuerstein.

Zum Schluss werden Wunschzettel eingesammelt, auf denen die Besucher ihre Wünsche für die Zukunft von Kultur und Nachbarschaft mitteilen können. Die Zettel sollen im Anschluss dem Bürgermeister überreicht werden.

Für das leibliche Wohl der Besucher während des Rundgangs ist gesorgt: Es gibt Snacks und Getränke, die Kosten sind im Eintritt enthalten.

Beim großen Finale steht außerdem ein Food-Truck bereit, bei dem die Gäste Wein und Käse erstehen können. Das kostet dann aber extra.

Corona-Hygienekonzept verlangt viel Kreativität

Um die Corona-Maßnahmen einhalten zu können, haben sich die Organisatoren eine Lösung einfallen lassen. Überall in der Zone werden die Straßen abgesperrt. Auf dem Boden werden viele große Kreise gemalt, in die sich die einzelnen Zuschauer stellen. So kann der Sicherheitsabstand eingehalten werden.

„Außergewöhnliche Zeiten brauchen außergewöhnliche, neue Konzepte“, so Jörg Rost. Wichtig sei ihm gewesen, in dem Projekt den öffentlichen Raum und Schwertes Bewohner mit einzubeziehen.

Um das Projekt zu ermöglichen, hat Jörg Rost Unterstützung von verschiedenen Einrichtungen bekommen. Die Sponsoren zeigten sich von der Idee begeistert: Es sei toll, wie kreativ man mit der Corona-Krise umgehe.

Zahlreiche Mitorganisatoren machten das Projekt erst möglich, starke Partner seien auch die Kollegen vom Welttheater und vom Theater am Fluss.

Solidar-Aktion beim Ticket-Verkauf

Karten für das Event können ab dem 1. August gekauft werden. Das geht in der Ruhrtalbuchhandlung, im Café Köhle oder per Mail unter info@rostlicht.de.

Ein Ticket kostet 25 Euro. Im Ticketpreis enthalten sind zwei Freigetränke und eine kleine Überraschung, beziehungsweise Verköstigung während der Runde um den Block. Die Firma Rostlicht verweist hier auf den Solidaritätsgedanken, der insbesondere während der Coronakrise aktueller sei denn je. So können beispielsweise zwei Personen auch drei Tickets kaufen – zwei für sich selbst und ein drittes Ticket für eine weitere Person, die zu der Kulturreise eingeladen wird.

Ab 19 Uhr geht es dann im 10-Minuten-Takt los. Die Gruppen treffen sich 15 Minuten vor Start der Tour am Rathaus.

Bei der Ticketkontrolle werden die Kontaktdaten der Besucher notiert, um den Corona-Schutzmaßnahmen gerecht zu werden.

* In einer früheren Version berichteten wir von einer „2 für 3 Aktion“ bei der zwei Personen ein Ticket kaufen und ein Drittes zusätzlich erhalten. Das ist falsch. Richtig ist, dass beispielsweise zwei Personen drei Tickets kaufen, um eine weitere dazu einzuladen.

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