KSC zufrieden mit „einem dreckigen 0:0“ gegen Bochum

Der KSC verpasst den Schritt auf einen Nicht-Abstiegsplatz der 2. Bundesliga. Dennoch hadert Trainer Eichner nicht mit dem 0:0 gegen den VfL Bochum. Dafür hat der Coach auch gute Gründe.

24.05.2020, 15:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Christian Eichner ließ sich das torlose Remis gegen den VfL Bochum nicht schlecht reden. Der Trainer des Karlsruher SC freute sich nach dem schmeichelhaften Punktgewinn stattdessen über einen „Schritt nach vorne“ im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga. Dass der KSC mit einem Sieg auf einen Nicht-Abstiegsplatz hätte vorrücken können, sah der 37-Jährige am Sonntag nicht als vergebene Chance an. „Am Ende des Tages sollte man sich seinen Mund abputzen und auch mal mit einem dreckigen 0:0 zufrieden sein“, sagte Eichner. Immerhin rückte der KSC durch den Punktgewinn auf den Relegationsplatz vor.

Die Badener hatten zuvor zwei Gesichter gezeigt. In der Anfangsphase des ersten Durchgangs hätte der KSC in Führung gehen müssen. Daniel Gordon (6. Minute) scheiterte mit einem wuchtigen Kopfball aber zunächst am stark reagierenden Bochumer Keeper Manuel Riemann. Danach vergab Marvin Wanitzek (9./12.) zwei hochkarätige Chancen. „Wir sind super ins Spiel gekommen, da müssen wir eigentlich schon das Spiel entscheiden“, sagte KSC-Profi Manuel Stiefler. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann die ersten zehn, fünfzehn Minuten total verschlafen.“

Tatsächlich bauten die Karlsruher nach dem Seitenwechsel deutlich ab. Plötzlich hatte Eichners Team Glück, dass der Revierclub beste Gelegenheiten durch Torjäger Silvere Ganvoula (51.) sowie Simon Zoller (55.) ausließ. Torhüter Benjamin Uphoff zeigte in beiden Situationen mit starken Reflexen seine Klasse. „Wir hatten einen fantastischen Torwart heute, der uns in einigen Phasen am Leben gehalten hat“, lobte Eichner seinen Keeper.

Am Mittwoch (18.30 Uhr/Sky) bei Hannover 96 bietet sich dem KSC die nächste Möglichkeit, auf einen Nicht-Abstiegsplatz vorzurücken. Dafür braucht die Mannschaft erneut einen Uphoff in Topform. Und eine bessere Chancenverwertung. „Aber wir sollten aufpassen, dass wir nicht unzufrieden sind“, sagte Eichner. „Wir sollten gucken, dass wir das Positive mitnehmen.“

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