Kritisch, politisch, experimentell: Steyerl in Düsseldorf

Hito Steyerl gehört zu den international einflussreichsten Medienkünstlerinnen und mischt mit ihren gesellschaftskritischen Installationen den Kunstbetrieb auf. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet der 54-jährigen Filmemacherin und Autorin ab Samstag eine umfassende Überblicksschau unter dem Titel „I Will Survive“. Die Ausstellung ist eine deutsch-französische Kooperation. Sie ist bis zum 10. Januar 2021 im Ständehaus (K21) in Düsseldorf zu sehen und wird ab Anfang Februar in Paris im Centre Pompidou präsentiert.

24.09.2020, 11:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Filmemacherin und Autorin Hito Steyerl nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Stephanie Pilick/dpa/Archivbild

Die Filmemacherin und Autorin Hito Steyerl nimmt an einer Pressekonferenz teil. Foto: Stephanie Pilick/dpa/Archivbild

Im Zentrum der Ausstellung im K21 steht eine neue multimediale Installation, die sich auch auf die Corona-Pandemie bezieht. Neben Arbeiten aus den vergangenen zehn Jahren liegt ein Schwerpunkt auch auf Steyerls frühen Filmen der 1990er Jahre. Immer wieder geht es dabei um Antisemitismus und Rassismus in Deutschland.

Steyerls futuristische Filme und Installationen finden weltweit Beachtung. Zur Biennale in Venedig 2015 hatte sie im deutschen Pavillon mit „Factory of the Sun“, einem vermeintlichen Videogame, Aufsehen erregt. 2017 setzte die britische Kunstzeitschrift „ArtReview“ die in Berlin lebende Steyerl in der Rangliste der wichtigsten Persönlichkeiten im internationalen Kunstbetrieb („Power 100“) auf Platz eins.

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