Kritik an Entwurf zur Umgestaltung von „Nazi-Denkmal“

Gegen einen von der Kunstkommission der Stadt Düsseldorf prämierten Entwurf der Umgestaltung eines Platzes mit Soldatendenkmal von 1939 regt sich prominenter Widerstand. Künstler wie Günther Uecker, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Katharina Sieverding, Klaus Staeck, Bogomir Ecker und die Schriftstellerin Ingrid Bachér unterzeichneten ein am Dienstag veröffentlichtes Schreiben an die Mitglieder des Düsseldorfer Stadtrats. Sie kritisieren darin den ersten Preis des Wettbewerbs zur Umgestaltung des Düsseldorfer Reeser Platzes: eine 50 Meter lange, begehbare Rampe, die das in eine Wand eingelassene Kriegerdenkmal überragt.

16.06.2020, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dieses „39er Denkmal“ wird von der Forschung vor allem als ein Dokument der nationalsozialistischen Erinnerungskultur der späten 1930er Jahre gesehen. Das „Nazi-Denkmal“ ist Anlass für viele Kontroversen.

„Nicht wieder der Aufguss von gestern“, schrieben die vor allem in Düsseldorf arbeitenden Künstler und Autoren. Sie beklagten eine „Hybris der Dominanz“ des Siegerentwurfs. Der Wettbewerb sollte Ideen für eine pointierte und kritische Kommentierung des umstrittenen Denkmals hervorbringen. Der Rat der Landeshauptstadt befasst sich am Donnerstag mit dem Ergebnis. Der Siegerentwurf hat den Titel „Those who have crossed“ und wurde von der Gruppe Ultrastudio aus Köln mit anderen Beteiligten eingereicht.

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