Kreise: Spahn und Merz greifen nach CDU-Vorsitz

Mit Friedrich Merz und Jens Spahn wollen Kreisen zufolge gleich zwei Politiker aus Nordrhein-Westfalen in das Rennen um den CDU-Parteivorsitz gehen. CDU-Chefin Angela Merkel hatte nach den massiven Verlusten ihrer Partei bei der Landtagswahl in Hessen am Montag angekündigt, den Parteivorsitz abzugeben. Kanzlerin will sie aber bleiben. Um 17.30 Uhr trifft sich in Düsseldorf der CDU-Landesvorstand zu einer Sitzung. Dort wird auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsidenten Armin Laschet erwartet, dessen Name bei den Spekulationen über eine Nachfolge Merkels immer wieder genannt wurde. Laschet selbst äußerte sich am Montag zunächst nicht zu den Personalspekulationen.

29.10.2018, 21:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich in der Vergangenheit als Merkel-Kritiker und Vertreter des besonders konservativen Flügels der CDU profiliert. Er ist Abgeordneter des Wahlkreises 124 Steinfurt I - Borken im Bundestag. Auch der im Sauerland beheimatete Friedrich Merz will nach dpa-Informationen den Vorsitz der Bundes-CDU übernehmen.

Allerdings gibt es Kreisen zufolge auch noch eine weitere Bewerberin: Auch Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer will demnach beim CDU-Parteitag in Hamburg als Nachfolgerin Merkels kandidieren. Das kündigte die Saarländerin nach Angaben von Teilnehmern in der Sitzung des CDU-Vorstands in Berlin an.

Der ehemalige CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach betrachtet die sich abzeichnende Kandidatur von Merz als „wirklich gute Nachricht“ für seine Partei. „Das ist ein politisches Schwergewicht mit einer enormen Erfahrung. Er ist ein glänzender Redner, der der Partei wieder Optimismus mit auf den Weg geben kann“, sagte Bosbach der Deutschen Presse-Agentur in Köln über den früheren Fraktionschef.

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