Kreis Osnabrück: Niemand soll schikaniert werden

Der Landkreis Osnabrück hat an die Menschen in den beiden vom Corona-Lockdown betroffenen nordrhein-westfälischen Nachbarkreisen Gütersloh und Warendorf appelliert, bis 30. Juni auch auf nicht zwingend notwendige Reisen über die niedersächsische Kreisgrenze zu verzichten. Das sei ein Gebot der Vernunft, der Rücksicht und der Einsicht, sagte Kreissprecher Burkhard Riepenhoff am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Damit wollen wir niemanden schikanieren oder diskriminieren.“

24.06.2020, 12:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es mache aus Infektionsschutzgründen absolut keinen Sinn, wenn Einwohner aus den betroffenen Kreisen nach der Schließung der dortigen Freibäder nun in den benachbarten Kreis Osnabrück in Schwimmbäder gingen. Nach dem massiven Corona-Ausbruch rund um die Fleischfabrik Tönnies im angrenzenden Westfalen ordneten Kreis und Stadt Osnabrück an, dass dort ab Mittwoch für Menschen aus Gütersloh und Warendorf deckungsgleich alle Vorschriften gelten, die Nordrhein-Westfalen für diese Regionen festgesetzt hat. Eine scharfe Kontrolle sei allerdings nicht möglich, aber es solle das Signal gesetzt werden, dass es ernst sei, so Riepenhoff.

Personen aus Gütersloh und Warendorf ist es unter anderem untersagt, im Landkreis und in der Stadt Osnabrück Freizeitanlagen aller Art oder Veranstaltungen wie Konzerte, Theateraufführungen, Kinovorstellungen oder andere öffentliche oder private Kultureinrichtungen zu besuchen. Auch der Besuch von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen in geschlossenen Räumen ist verboten.

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