Kreis-Mitarbeiterin wegen Bestechlichkeit vor Gericht

Sie soll Flüchtlingen für Geld einen Aufenthalt in Deutschland ermöglicht haben: Eine Mitarbeiterin der Ausländerbehörde des Kreises Lippe steht ab dem 28. Oktober wegen Bestechlichkeit und Urkundenfälschung in mindestens 44 Fällen vor Gericht. Das teilte das Landgericht Detmold am Mittwoch mit. Laut Anklage sammelte die 45-Jährige in zwei Jahren rund 250 000 Euro ein. Die Kontakte nach Syrien und in den Irak hatte die Detmolderin demnach über ihre Arbeit und die Vermietung von privaten Immobilien an Flüchtlinge geknüpft. Per Mail und über den Messengerdienst WhatsApp bekam sie laut Anklage von 2014 bis 2016 die Daten der Visa-Antragsteller zugeschickt. Die Polizei hatte nach Verdachtsanzeigen mehrerer Banken wegen möglicher Geldwäsche ermittelt.

21.10.2020, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Statue der Justitia hält die Waage. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Eine Statue der Justitia hält die Waage. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Bis Dezember hat das Landgericht vorerst neun Verhandlungstermine angesetzt.

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