Krankschreibungen in zwei Kreisen vorerst auch per Telefon

Nach dem großen Corona-Ausbruch im Schlachtbetrieb von Tönnies in Westfalen können sich Patienten in der Region vorerst auch nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt krankschreiben lassen. Bei leichten Atemwegserkrankungen ist dafür befristet bis 14. Juli kein Praxisbesuch nötig, wenn die Praxis in den Kreisen Gütersloh und Warendorf liegt. Das sieht eine regionale Ausnahmeregelung vor, die der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Freitag beschloss. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen sind dort nun für bis zu sieben Kalendertage telefonisch zu bekommen, dies kann dann auch telefonisch für noch einmal sieben Tage verlängert werden.

26.06.2020, 12:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Frau gibt auf einer Telefontastatur eine Nummer ein. Foto: picture alliance / Marc Müller/dpa/Symbolbild

Eine Frau gibt auf einer Telefontastatur eine Nummer ein. Foto: picture alliance / Marc Müller/dpa/Symbolbild

Eine entsprechende bundesweite Sonderregelung war angesichts der allgemein niedrigeren Infektionszahlen Ende Mai ausgelaufen. Ziel der nun beschlossenen Ausnahmeregelung in den Corona-Hotspots sei es wieder, durch verringerte direkte Kontakte das Übergreifen der Infektionen auf weite Teile der Bevölkerung zu vermeiden, sagte der Vorsitzende des Bundesausschusses, Josef Hecken.

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